Identifizierung von radionukliden durch halb quantitative autoradiographische bestimmung ihrer halbwertszeit mit hilfe der ringofenmethode
โ Scribed by H. Weisz; D. Klockow
- Publisher
- Elsevier Science
- Year
- 1966
- Tongue
- English
- Weight
- 711 KB
- Volume
- 34
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-2670
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โฆ Synopsis
Die Mdglichkeiten zur Anwendung der Ringofentechnik auf radiochemische Probleme, insbesondere auf den Nachweis und die halbquantitative Bestimmung geringster Mengen radioaktiver Substanzen durch Autoradiographie, wurden bereits in einer Reihe von Arbeiten l-7 dargelegt. Eine der Bedingungen, welche bei der halbquantitativen Autoradiographie erftillt sein mtissen, ist die, dass die erforderlichen Expositionszeiten (einige Stunden bis Tage) gegentibcr den Halbwertszeiten der zu untersuchenden Radionuklide vernachkissigt werden kannen. Wtirde man nun diese Expositionen in gentigend grossen Zeitabstsnden mit jeweils den gleichen Proberingen mehrere Male wiederholen, so mtisste sich aus den Schwarzungsabnahmen der erhaltenen Autoradiogramme die Halbwcrtszeit des vorliegenden radioaktiven Isotops ermitteln und damit das Isotop selbst identifizieren odcr zumindest ciner kleinen Gruppe von Isotopen shnlicher Halbwertszeit zuordnen lassen. Auf diese Nachweismtiglichkeit wurde bereits im Zusammenhang mit einem frtiher beschriebenen Mikro-Trennungsgang fur Uranspahprodukte mit Hilfe der Ringofenmethodez hingewiesen. Auch GEBAUHR UND MARTIN* bestimmten im Rahmen aktivierungsanalytischer Untersuchungen an hochreinem Silicium halbquantitativ die Halbwertszeit aktivierter Verunreinigungszentren in der Matrix durch Autoradiographie. Als Erg&izung zu den oben zitierten Arbeiten sol1 nun im folgenden gezeigt werden, wie sich durch Kombination von Ringofentechnik und Autoradiographie Halbwertszeiten in einfacher Weise halbquantitativ ermitteln lassen. GRUNDLAGEN DES VIZRFAHRTSNS Die mathematische Grundlage des Verfahrens ist durch das Gesetz des radioaktiven Zerfalls gegeben : -= -AN bzw. N(L) = N(o) * cat dt
(1) N(t) =vorhandene Keme zur Zeit t, N(O) =vorhandene Kerne zur Zeit t=o. 1=Zerfallskonstante. Da ;l'=ln z/T*, so folgt aus (I): N(t) = N(o) . 2 -t/Q T, = Halbwertszeit. (2) Anal. Chim. Acta, 34 (1966) 45G-4G4 '. -2um Auftiagen vcrschiedener Volumina der Radionuklidkjsungen auf Rundfilter:(Macherey,'Nagel & Co. MN 2260) wurde nicht eine der iiblichen selbstfiillenden ,Kapillarpipetten verwendet, sondem eine in ~1 geeichte Kapillarbtirette' (Benedetti-Pichler-Biirette ; GesamtvoIumen 30 ,ui). Dies hat zur Fqlge,. dass nicht mehr Tropfen-zuhle~z, sondem unganzzahhge ~1 in die Berechnungen eingehen, was aber an der Auswertung nichts andert. Die Benedetti-PichleriBii'rette erleichtert das Auftragen grasserer Fhissigkeitsmengen wesentlich. Die ~lQ~Au~Ringe.&urden auf dem Ringofen in der tiblichen Weise,mit dest'illiert~em Wasser gewaschen; nachdem man vor und nach Anat.
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