𝔖 Bobbio Scriptorium
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I. Aus der Geschichte der Kalisalzindustrie. Kalisalze einst und jetzt

✍ Scribed by K. Kubierschky


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1922
Tongue
English
Weight
662 KB
Volume
35
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Als aut unserem Plaueten noch an kein organisches Leben im landlaufigen Sinne zu denken war, da spielten die Verbindungen des Kaliurns bereits eine hervorragende Rolle. Unter den Grundstoffen, die am Aufbau der Erdkruste, unserer irdischen Heimat, beteiligt waren, stehen neben den alles andere weit uberrageuden Elementen Sauerstoff und Siliciurn die Kaliverbindungen nicht nur mit an erster, sondern auch an hervorrugender Stelle. Die wichtigste Muttersubstanz der bunten Reihe von Gesteinen der Erdrinde, der Granit, bestelit aus dem Dreigestirn: Quarz, Feldspat und Glimmer, und es ist wohl benierkenswert, daU zwei dieser drei Koniponenten in der Regel ausgepragte Kaliverbindungen sind. Neben diesen beiden, dem altesten Adel der Mineraliengeschlechter angehorigen Vertretern tauehen im Verlauf der Erdgeschichte bis hin zu den marinen Salzablagerungen eine staltliche Amah1 weiterer Mineralien auf, deuen das Kaliunl als integrierender Bestandteil das Geprage gibt.

Es kann nicht wundernehmen, dai3 das Kalium bei der Waadelbarkeit, die es im Mineralreich an den Tag gelegt hatte, auch im organischen Haushalt der Natur und im Wirtschaftsleben der Menschen zu vordringlicher Geltung gekommen ist.

Mit zwingender Notwendigkeit bedurfen vor allem die Pflanzen zu ihrem Aufbau des Kaiis, und ist es im einzelnen auch nur wenig, so assimiliert doch der die Erde bedeckende griine Teppich J a b urn Jahr wohl mehr als je 100 Millionen Tomen Kali.

Durch die Pflanzen kam das Kali nicht nur in den Magen, sondern auch zuerst in die Hand des Menschen. Keine Gesehichtswissenschaft