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Hydrierung von Lipiden als Hilfsmittel zur Identifizierung und Quantifizierung von Phosphatiden aus Membransystemen des Herzmuskels

✍ Scribed by Stoll, Ulrich


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1996
Weight
537 KB
Volume
98
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Es war das Ziel unserer Untersuchungen, zu zeigen, daB die Hydrierung von Lipiden eine zusatzliche Hilfe in der Analytik von Membranphosphatiden darstellt. Das ist insbesondere dann von Interesse, wenn ein vorlaufiger Uberblick uber den Anteil hochungesattigter Fettsauren in Phosphatiden gewonnen werden soll. Fettsauren und Diglyceride wurden nach der Methode von Appelqvisr (A simple and convenient procedure for the hydrogenation of lipids on the micro-and nanomole scale, J. Lipid Res. 13 (1972), 146) mit Platindioxid als Katalysator hydriert. Die Lipide (Fettsauremethylester oder acetylierte Diglyceride) wurden in Sovirelglasern zur Trockne unter Stickstoff eingedampft und die GefaDe anschlieDend mit Wasserstoff bespiilt. Der Katalysator wurde, in Methanol suspendiert, iiber ein Septum in die verschlossenen GefaOe gegeben. Zur Identifikation wurde die Dunnschichtchromatographie auf Kieselgel bzw. auf Kieselgel-AgN0,-Schicht rnit der Technik der Gaschromatographie vor und nach Hydrierung der Lipide kombiniert. Durch Hydrierung wird ein Fettsaureprofil wesentlich einfacher, und die Fettsauremethylester konnen leicht von den etwas fliichtigeren Dimethylacetalen aus Plasmalogenen unterschieden werden. Diacylglyceride und Alkenylacylglyceride wurden auch als individuelle Subklassen mittels D C aufgetrennt, bevor sie gaschromatographisch charakterisiert wurden. Durch Hydrierung ist es moglich, einen Teil der Schwierigkeiten zu umgehen, die bei hochungesattigten Fettsauren auftreten konnen. Da die Kettenlangen C20 und C22 bevorzugt durch die Arachidonsaure C20.4 und die Docosahexaensaure C22.6 reprasentiert werden, konnen beide nach Hydrierung bestimmt werden. Untersucht wurde das Fettsaureprofil von Phosphatidylcholin und Phosphatidylethanolamin aus Herzmuskel von Rattenherz, Meerschweinchenherz und Schweineherz. Jede Probe wurde vor und nach der Hydrierung analysiert. Vor Hydrierung wurden die Fettsauren gleicher Kettenlange summiert und rnit der entsprechenden Ketten-Iange nach Hydrierung verglichen.