Hugo Preuß: Biografie eines Demokraten
✍ Scribed by Michael Dreyer
- Publisher
- Franz Steiner Verlag
- Year
- 2018
- Tongue
- German
- Leaves
- 546
- Series
- Weimarer Schriften zur Republik, 4
- Category
- Library
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✦ Synopsis
Hugo Preuß war nicht nur einer der wichtigsten theoretischen Vordenker der modernen Demokratie in Deutschland, sondern war als Politiker auch wesentlich an der Verfassunggebung der Weimarer Republik beteiligt. Als Staatsrechtler entwickelte Preuß die demokratische Genossenschaftstheorie und zählt damit zu den Begründern des Pluralismus in Deutschland. Zudem war Preuß als politischer Publizist aktiv im Kampf für die Demokratisierung des Kaiserreiches und ergriff nach 1919 zur Verteidigung der Republik und zur Abwehr des Antisemitismus die Feder. Preuß war damit ein früher Verfechter des Konzepts der wehrhaften Demokratie gegen die vor allem rechten Feinde der Weimarer Republik.
Als liberaler Politiker wurde Preuß in der Berliner Kommunalpolitik ein Exponent sozialliberaler Ideen. 1918 war er Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei und zeichnete als erster Reichsinnenminister der Weimarer Republik für die Wahlen zur Nationalversammlung und für den Prozeß der Verfassunggebung verantwortlich, den er vom ersten Entwurf der Verfassung bis zur Verabschiedung begleitete. Bis zu seinem Tod gehörte er dem Landtag Preußens an, wo er in der DDP für die Weimarer Koalition eintrat.
✦ Table of Contents
INHALT
VORWORT
HUGO PREUSS – DIE WIEDERGEBURT EINES UNZEITGEMÄSSEN
I. HUGO PREUSS – EINE BIOGRAPHISCHE EINFÜHRUNG
II. DAS STAATSRECHTLICH-POLITISCHE DENKEN HUGO PREUSS’
1. DIE STAATSLEHRE DES KAISERREICHES
1.1 Der Rechtspositivismus und Labands ‚Staatsrecht‘
1.2 Der Naturalismus Seydels
1.3 Der organische Genossenschaftsgedanke Gierkes
2. DIE DEMOKRATISCHE GENOSSENSCHAFTSTHEORIE
2.1 Das Problem der Souveränität
2.2 Genossenschaft und Anstalt
2.3 Die staatsrechtliche Konstruktion des Deutschen Reiches
3. DIE IDEE DER SELBSTVERWALTUNG
3.1 Selbstverwaltungstheorien und Liberalismus
3.2 Selbstverwaltung oder Selfgovernment?
3.3 Hugo Preuß als Geschichtsschreiber der Selbstverwaltung
3.4 Der organische Aufbau von der Gemeinde bis zur Völkergemeinschaft
4. GENOSSENSCHAFTSTHEORIE UND PLURALISMUS
4.1 Gierkes Einfluß auf den englischen Pluralismus
4.2 Demokratischer Pluralismus bei Preuß
III. HUGO PREUSS ALS POLITIKER
5. DER POLITISCHE PUBLIZIST
5.1. Das Verhältnis von Wissenschaft, Politik und Publizistik
5.2 Liberalismus und Sozialismus
5.3 Der Kampf gegen den Wilhelminismus
5.4 Die Verteidigung der Republik
6. DER „POLITISCHE PROFESSOR“ IM KAISERREICH
6.1 Die Bemühungen um eine Professur an der Universität Berlin
6.2 Die Berliner Handelshochschule
7. DER BERLINER KOMMUNALPOLITIKER
7.1 Die Lage Berlins in Preußen-Deutschland
7.2 Hugo Preuß als Stadtverordneter
7.3 Hugo Preuß als ehrenamtlicher Stadtrat
8. POLITIKER IN ERWARTUNG EINER AUFGABE IN PREUßEN UND IM REICH
8.1 Vergebliche Bemühungen um ein Mandat
8.2 Das Reich als Monarchie und Demokratie
8.3 Die preußische Verwaltungsreform
8.4 Hugo Preuß im Weltkrieg
9. DAS VERFASSUNGSWERK VON WEIMAR
9.1 Revolution und Bürgertum
9.2 Die Berufung zum Staatssekretär
9.3 Die Verfassungsberatungen in der Nationalversammlung
9.4 Weimar und Versailles
9.5 Die Weimarer Reichsverfassung und Hugo Preuß
9.6 Probleme (mit) einer Verfassung
10. ALS POLITIKER IN DER WEIMARER REPUBLIK
10.1 Die politische Entwicklung Weimars
10.2 Die DDP zwischen Erneuerung und Kontinuität
10.3 Hugo Preuß als Abgeordneter im Preußischen Landtag
IV. EPILOG – SPUREN EINES LEBENS
QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS
A. SCHRIFTEN VON HUGO PREUß
1. Bücher und selbständige Schriften
2. Aufsätze, Beiträge in Sammelwerken und Zeitungsartikel
B. UNGEDRUCKTE QUELLEN
C. DOKUMENTARISCHE QUELLEN
D. LITERARISCHE QUELLEN UND SEKUNDÄRLITERATUR
SACH- UND PERSONENREGISTER
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