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Hormontherapie: Beratung in der Apotheke: Hinweise für den Apotheken-Alltag

✍ Scribed by Eric Martin


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2004
Tongue
German
Weight
276 KB
Volume
33
Category
Article
ISSN
0048-3664

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✦ Synopsis


Abstract

Estrogene sind wirksam bei der Behandlung postmenopausaler Beschwerden und bei der Prophylaxe der Osteoporose. Die fehlende Wirksamkeit bei der Primärprävention kardiovaskulärer Ereignisse sowie die mit der Hormontherapie verbundenen Risiken dürfen jedoch nicht dazu führen, dieses etablierte Therapieprinzip insgesamt in Frage zu stellen. Genauso bedenklich wie ein therapeutischer Nihilismus wäre das Propagieren der Phytoestrogen‐Nahrungsergänzungsmittel als “natürliche” Alternative. Rational begründet ist dagegen der Einsatz von Phytopharmaka auf der Basis definierter Cimicifuga‐Extrakte.
Die WHI‐Studie hat insgesamt kaum Überraschendes gebracht, bestehende Wissensdefizite zur Hormontherapie aber präzisiert. Weitere Untersuchungen insbesondere auch zu physiologischen Estrogenen und zu deren transdermalem Einsatz sind erforderlich. Bei den bekannten Risiken einer Hormontherapie stellen die Hormone nur einen Einflussfaktor dar. Eine Schlüsselrolle spielt in diesem Zusammenhang sicher das Rauchverhalten, einmal als eigenständiger Risikofaktor, zum anderen aufgrund seiner fundamentalen Einflüsse auf den Estrogenstoffwechsel und die Bildung toxischer bzw. mutagener Metabolite. Die bei Raucherinnen verminderte Estrogen‐Aktivität kann menopausale Beschwerden sowie das Herzkreislaufrisiko steigern. Das vermehrte Brustkrebsrisiko von Raucherinnen geht demgegenüber vermutlich auf die Induktion von Stoffwechselwegen zurück, die zur Bildung mutagener A‐Ring‐Metabolite führen.


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