## Abstract Dem Angriff des wesentlichsten korrosiven Agens in Erdölraffinerien, dem Schwefelwasserstoff, bei hohen Temperaturen (über 260°C) widerstehen praktisch ausschließlich rostfreie, hochlegierte Stähle. Bei der Hochtemperatur‐Korrosion durch Schwefelwasserstoff sind neben der Temperatur auc
Hochtemperatur-Korrosion durch Schwefelwasserstoff nach Erfahrungen bei der Erdölraffinierung
✍ Scribed by Peter W. Sherwood
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1958
- Tongue
- German
- Weight
- 591 KB
- Volume
- 9
- Category
- Article
- ISSN
- 0947-5117
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✦ Synopsis
Abstract
Durch die in den letzten 5 bis 7 Jahren bei der Erdölraffinierung neu eingeführten katalytischen Umformungs‐ und Entschwefelungsverfahren ist ein neues Korrosionsproblem durch Angriff des Schwefelwasserstoffs bei hohen Temperaturen entstanden. Dieser führt zu Metallverlust und zur Bildung voluminöser Schalen, welche die Durchgänge verstopfen und durch Belegen der Oberflächen Störungen des Wärmeüberganges verursachen. Die Art dieser Schalen ist verschieden je nach Art des zur Ausrüstung verwendeten Stahles. Temperatur und Schwefelwasserstoffkonzentration (Partialdruck) üben auf den Grad der Sulfid‐Korrosion den größten Einfluß aus. Da bei den genannten neuen Verfahren die wasserstoffreiche Gasphase mit hohem Schwefelwasserstoffgehalt in den Prozeß zurückgeschickt wird, ist die Schwefelwasserstoffkonzentration im Reaktor und den Zuführungsapparaten größer als dem Schwegelgehalt der Kohlenwasserstoffspeisung entspricht. Ein Grenzwert der Schwefelwasserstoffkonzentration, unterhalb welchem der Korrosionsgrad praktisch null ist, wurde als im Bereich von 0,0006 bis 0,0008 mol‐% liegend ermittelt. Die Erhöhung der Temperatur steigert den Korrosionsgrad wesentlich, die Wasserstoffkonzentration dagegen hat hierauf wenig Einfluß. — Ein Mittel, die Korrosion zu vermeiden, ist die Entschwefelung des Eintragsgutes bzw. der rückgeführten Gase, wobei das erstere sehr kostspielig ist, oder die Verwendung von gegen Schwefel widerstandsfähigen Metallen. Hierbei zeigen hochprozentige CrNi‐Legierungen gute Resultate außer bei hohen Temperaturen und für den praktischen Gebrauch ist 18/8 CrNi‐Stahl zufrkiedenstellend. Aluminium weist ausgezeichneten Widerstand auf, ist aber für Druckgefäße nicht verwendbar. Es kann jedoch mit gutem Resultat als Überzug auf niedrig legierten Chromstahl verwandt werden und wird durch Sprtzen, Heißtauchen oder Kalorisieren aufgebracht, wobei Spritzen die am wenigsten zufriedenstellende Methode ist. Da trotzdem aus wirtschaflichen Gründen niedrig legierte Chromstähle und Kohlenstoffstähle an kritischen Stellen Verwendung finden müssen, ist die Bildung von Schalen, unvermeidlich; ihre Entfernung geschieht am besten durch chemische Mittel z.B. Salzsäure unter entsprechender Vorsichtsmaßregeln gegen die entstechenden stark giftigen Gase: Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxyd.
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