Hochreaktive Kalkhydrat-Suspensionen für industrielle chemische Prozesse – Herstellung und Eigenschaften
✍ Scribed by Dr. Hans Becker
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1987
- Tongue
- German
- Weight
- 521 KB
- Volume
- 59
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-286X
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✦ Synopsis
Abhangigkeit der Geschwindigkeitskonstanten k von der
Belastungen bei der jeweiligen Temperatur auf einer Geraden liegen. Man sieht, daB insbesondere bei hoheren Temperaturen und hoheren Umsatzen Abweichungen auftreten. Die gemessenen Umsatze liegen niedriger, als das bei einem geraden Verlauf zu erwarten ware. Dafur konnte man folgende Begrundungen annehmen: Es ware moglich, dal3 bei der Messung der Umsatze bei niedrigster Katalysator-Belastung inbesondere bei hohen Reaktionstemperaturen bereits Desaktivierung eingetreten ist, da diese Werte nach der langsten Standzeit ermittelt wurden. Ebenso ware denkbar, daB bei hohen Temperaturen Diffusionskontrolle vorliegt und deshalb niedrigere Umsatze bestimmt werden. Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, daB schon bei niedrigeren Temperaturen Diffusionseinflusse vorliegen. Dariiber hinaus ware es moglich, daB kleine Abweichungen von der formalen Reaktionsordnung 1 auftreten. Aus der Steigung der einzelnen Geraden im Bereich bis zu Werten von WcoIFo = 50 wurden unter Berucksichtigung der Katalysator-Dichte die Reaktionsgeschwindigkeitskonstanten bei den unterschiedlichen Temperaturen bestimmt. Auch in diesem Bereich beobachtet man schon eine leichte Abweichung vom idealen geraden Verlauf, so daB zumindest geringe Diffusionseinfliisse auch schon bei niedrigeren Temperaturen nicht ausgeschlossen werden konnen. Abb. 2 zeigt ein Arrhenius-Diagramm, in dem Ink gegen UTaufgetragen ist. Die Werte liegen dabei mit Ausnahme des Wertes bei der hochsten Reaktionstemperatur gut auf einer Geraden. Die Annahme, dab eine Reaktion erster Ordnung vorliegt, ist dadurch wahrscheinlich. Es kann vermutet werden, daB eine merkliche Diffusionshemmung nur ab einer Reaktionstemperatur von 430 "C auftritt. Aus der Steigung der Geraden laBt sich die Aktivierungsenergie bestimmen. Sie betragt 78,s kJ/mol. Die Literatur gibt fur einen Mordenit eine Aktivierungsenergie von 86 kJ/mol an [7].
Die Autoren danken dem BMFT, DAAD, der Ungar. Akad. der Wiss. und dem Fonds der Chemie des VCI fur die finanzielle Unterstiitzung dieser Arbeit. Der Bayer AG danken wir fur den ZSM-5 Zeolith.