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Histologische Beobachtungen zum Wesen der primären Knochenheilung

✍ Scribed by H. Ecke


Publisher
Springer
Year
1964
Tongue
English
Weight
493 KB
Volume
56
Category
Article
ISSN
1434-3916

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✦ Synopsis


DANIS versteht unter primgrer Knoehenheilung die kn6eherne Vereinigung anatomiseh eingestellter Knoehenfragmente ohne Ausbildung eines rSntgenologiseh naehweisbaren Callusgewebes. Der in der Frakturenbehandlung lange Zeit hindureh als Anzeiehen der beginnenden Konsolidierung so erwiinsehte Callus riickt in jiingster Zeit mit der Bezeichnung Sekund~irheilung (Mi~LL~R u. Mitarb.) in den Bereich des Unerwfinschten oder Vermeidbaren. Nun st6rt diese CMlusentwicklung den Heilungserfolg bei konservativer Frakturenbehandlung nicht nur nicht, sondern f6rdert ihn, sofern keine Dislokationen und damit keine sp/~teren Fehlbe]astungen in den der Frakturstelle benachbarten Ge]enken mit konsekutivem, vorzeitigem GelenkverschleiG eintreten.

Neben den r6ntgenologischen Kennzeichen einer primgren oder sekund/~ren Knochenheilung interessieren uns aber im Rahmen dieser Arbeit besonders die im mikroskopischen Bereich an anatomisch eingerichteten Bruchfl/tchen vor sich geheuden morphologischen Veri~nderungen. Die Streitfr~ge nach dem Wert oder Unwert yon Periost, Endost und kompakten Knochen ffir die Knochenneubildung ist viel/ilter als die experimentelle Erforschung der Osteogenese. Schon im 5. vorchristliehen Jahrhundert hoben die Hippokratiker (zit. in HAESER) hervor, daG der Callus aus dem Knoehenmark entstehe und seine Entwicklung deshalb in einem spongi6sen, lockeren Knochengewebe schneller als im kompakten' Knochen vor sich gehe. GALEN (zit. in HAESER) hat dann ira 2. nachchristlichen Jahrhundert die innere und/tuGere Knochenhaut erstmals genau beschrieben. Er spricht darfiber hinaus vom succus ossificus, der den Fragmentenden entstrSme und nach seiner Erhgrtung spgter zur Konsolidierung fiihre. Im 18. Jahrhundert erkennt DUHAMEL die osteogenetischen Potenzen des Knoehenmarks erneut. Daneben maeht er erstmalig, wie im gleiehen Jahrhundert noeh HV~TEI~ und HALES, die Epiphysenfugen ftir das normale L~ngenwaehstum des Knoehens verantwortlich.

Die eigentliehe Forschungsarbeit fiir die 0steogenese wurde im 19. und 20. Jahrhundert tierexperimentell geleistet. Die grol3e Bedeutung des Periostes und wohl aueh des Endostes wurde yon AXI~AUSE~, BOI~I~LE I)E LA CA~P, FLOVl~E~S, L~XER, MARCHAND, OLLIER, I~AI


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