𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Heterocyclic Systems with Bridgehead Nitrogen Atoms (in zwei Teilen). Von W. L. Mosby. Band XV der Reihe: The Chemistry of Heterocyclic Compounds, herausgeg. von A. Weissberger. Interscience Publishers, Inc., New York-London 1961. 1. Aufl., Teil I: 747 S., zahlr. Tab., geb. $ 48.–. Teil II: 718 S., £ 16.3.0

✍ Scribed by F. Kröhnke


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1964
Tongue
English
Weight
162 KB
Volume
76
Category
Article
ISSN
0044-8249

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Der Autor hatte ein imponierend groBes, besonders miihsam aus der wejt verstreuten Literatur zu extrahierendes Gebiet zu bearbeiten: das der Heterocyclen mit N-Atomen, die gleichzeitig zwei, in seltenen Fallen drei Ringen angehoren. Schon beim ersten Durchsehen ist man erstaunt iiber die Mannigfaltigkeit auf diesem in jeder Hinsicht besonders interessanten Feld. Allein die Anzahl der Systeme ist eindrucksvoll: es werden 1058 aufgefiihrt. Man sieht auch, wie viele davon erst im letzten Jahrzehnt bekannt geworden sind. Das zweibandige Werk ist ein systematisch aufgebautes Kontinuum; dementsprechend sind die Seitenzahlen bis zum Ende des zweiten Bandes durchnumeriert. Der zweite Band enthalt am Schlu8 den auch fur die Benutzung des ersten Bandes unentbehrlichen Ringindex. Die der miihsamen Kompilierung vorausgehenden griindlichen Uberlegungen, wie der komplexe Stoff moglichst systematisch klar und damit iibersichtlich und leicht auffindbar darzustellen sei, haben sich gelohnt. Dies auch deswegen, weil es nun leicht sein wird, einen bei dem enormen Anwachsen gerade dieses Gebietes wohl schon in einigen Jahren notig werdenden dritten Band fugenlos den beiden ersten anzureihen. Die einzelnen Systeme werden verschieden eingehend, wenn vertretbar mit groI3ter Knappheit, behandelt, vor allem dann, wenn iiber ein System bereits eine Zusammenfassung vorliegt, so bei A-219 (S. 404, das Ringsystem der Amaryllidaceen-Alkaloide), bei A-764 (S. 1122, Alstonin) und B-80 (S. 1322, Spartein). Obgleich der Autor, zweifellos mit Recht, seine Hauptaufgabe darin sieht, den Benutzer des Werkes auf moglichst einfachem Wege zur Originalliteratur hinzufuhren, ist die Darstellung doch kritisch (z.B. A-1, bei A-500 bis 601 oder bei B-1); sie setzt, wenn es notig ist, Fragezeichen und stimuliert damit zur experimentellen uberpriifung, vor allem alterer Arbeiten. Besondere Muhe hat der Autor, der ja selbst durch zahlreiche Arbeiten auf diesem Gebiet hervorgetreten ist, darauf verwandt, den oft vielerlei Namen fur ein System eine einheitliche Nomenklatur zugrunde zu legen; dabei wurden vielfach altere Bezeichnungen durch geeignetere ersetzt. Allerdings wird der alte Namc ,,Pyrrocolin" statt des von der IUPAC-Konferenz 1955 vorgeschlagenen ,,Indolizin" bevorzugt. -Die hier freilich durch die Art des Themas gegebene relativ geringe Zahl der meist kurzen Tabellensie machen nur ca. 1/6 des Werkes auswirkt sich vorteilhaft aus. Der groBen Sorgfalt entsprechend, die die beiden Bande kennzeichnet, ist die Zahl der Druckfehler offenbar minimal. Das so haufig miBbrauchte Wort: ,,das Buch fiillt eine Liicke aus" ist hier in jeder Hinsicht berechtigt. Das bewundernswerte Werk von Mosby durfte zu den besten dieses Sammelwerkes uber die Chemie der heterocyclischen Verbindungen F. Kriihnke [NB 1311 gehoren.