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Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid aus γ-Tonerde in der Wirbelschicht

✍ Scribed by Dr. Joseph Hille; Dr. Wolfgang Dürwächter


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1960
Tongue
English
Weight
695 KB
Volume
72
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Soda-Fabrik AG, Ludwiysh(rfen am Rhein Die Entwicklung d e r Aluminiumchlorid-Herstellung in d e r BASF von d e r Bauxitchlorierung im Schachtofen nach Wurster zum heutigen Verfahren d e r Chlorierung von reiner y-Tonerde in d e r Wirbelschicht wird beschrieben. Die Chlorierung d e r Tonerde wird durch Natrium-aluminiumchlorid katalysiert. Die dreiphasige Wirbelschicht aus Chlor-Kohlenoxyd-Gas, pulverformiger y-Tonerde und schmelzflussigem Katalysator I a O t sich durch Verstaubung mit dosierten Feinkornanteilen stabilisieren. Zur technischen Herstellung von wasserfreiem Aluminiumchlorid sind drei Verfahren gebrauchlich: Chlorieren von Aluminiummetall; Chlorieren von Bauxit oder Ton im Schachtofen unter Zusatz fester oder gasformiger, meist kohlenstoff-haltiger Reduktionsmittel; Chlorieren von y- Tonerde in der Wirbelschicht mit Chlorkohlenoxyd. Technische Entwicklung Der alteste technische ProzeB ging unmittelbar vom oxydischen Rohstoff aus, damals mit dem Ziel, metallisches Aluminium durch Reduktion von Natrium-aluminiumchlorid mit Natriummetall zu gewinnen (Deville). Schon friih hatte man gelernt, das Aluminiumchlorid fur organische Friedef- Crafts-Synthesen als Katalysator zu benutzen. Es bestand also Bedarf fur Aluminiumchlorid, ohne daB ein wirtschaftliches Verfahren zur Herstellung existierte. Die Metallchlorierung war wegen des teuren Ausgangsmaterials und infolge der Anforderungen an das Konstruktionsmaterial unbefriedigend. Die Bauxitchlorierung arbeitete diskontinuierlich und verlangte Zusatzheizung. Bauxitchlorierung nach Wurster C . Wurster') konnte zeigen, daB sich Bauxit ohne zusatzliche Heizung in technischem MaBstab chlorieren lie8, sobald man die Reaktionsgase heiR genug in den Ofen schickte, so dab die ,,Ansprechtemperatur" der Reaktion iiberschritten war. E r erreichte dies durch einen Kunstgriff, indeni er als Reduktionsmittel Kohlenoxyd verwendete und dieses vor Eintritt in den Reaktionsofen mit dem Chlor exotherm an einem Buchenholzkohlenkontakt teilweise zu Phosgen reagieren IieB: