Herstellung von hochporösen, endkonturnahen Titan-Formkörpern für biomedizinische Anwendungen
✍ Scribed by M. Bram; A. Laptev; H.P. Buchkremer; D. Stöver
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2004
- Tongue
- English
- Weight
- 359 KB
- Volume
- 35
- Category
- Article
- ISSN
- 0933-5137
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✦ Synopsis
Abstract
Die Herstellung hochporöser Titanformkörper über die Pulvermetallurgie unter Verwendung geeigneter Platzhalterwerkstoffe besitzt eine hohe Attraktivität für biomedizinische Anwendungen. Porositäten bis 75 % und definierte Porengrößen im Bereich von 0,1 bis 2 mm lassen sich direkt über das Mischungsverhältnis und die Partikelgröße des Platzhalters einstellen. Bis jetzt war eine endkonturnahe Formgebung von hochporösen Bauteilen nur eingeschränkt möglich, da bei der mechanischen Bearbeitung von gesinterten Formkörpern die Poren an der Oberfläche durch eine plastische Deformation der Titan‐Stege teilweise oder vollständig verschlossen wurden. Um dies zu vermeiden, wurde ein Verfahren entwickelt, bei dem die Endkontur bereits im ungesinterten Zustand durch eine mechanische Bearbeitung von gepressten Halbzeugen erreicht wird. Diese sog. Grünbearbeitung kann ohne zusätzliche organische Binder durchgeführt werden, da die Presslinge eine ausreichende Stabilität besitzen. Das Potential der neuen Herstellungsroute konnte erfolgreich am Prototyp einer Pfanne, die für den Einsatz in der Hüftendoprothetik vorgesehen ist, aufgezeigt werden. Zusätzlich wurden einige grundlegende Untersuchungen des hochporösen Titanwerkstoffs hinsichtlich seiner Eignung als Implantatwerkstoff durchgeführt.