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Herstellung und Nutzung enzymatischer Proteinhydrolysate aus Knochenschrotrückständen mechanischer Knochenentfleischungsanlagen 1. Mitt. Untersuchungen zur enzymatischen Hydrolyse von Rinderknochenschrot

✍ Scribed by Behnke, U. ;Ackermann, E. ;Ruttloff, H.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1984
Tongue
English
Weight
563 KB
Volume
28
Category
Article
ISSN
0027-769X

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✦ Synopsis


Herstellung und Nutzung enzymatischer Proteinhydrolysate aus Knochenschrotriickstanden mechanischer Knochenentfleischungsanlagen 1. Mitt. Untersuchungen zur enzymatischen Hydrolyse von Rinderknochenschrot' U. BEHNKE. E. ACKERMANN und H. RUTTLOFF' Das bei der mechanischen Entfleischung von Rinder-und Schweineknochen verbleibende grobe und feine Knochenschrot kann zur Verwertung der darin noch enthaltenen Proteine enzymatisch hydrolysiert werden. Von 4 gepriiften Enzympraparaten (Thermitase aus Thermoactinomyces vulgaris, alkalische Protease aus Bac. lichmiforrnis, Brauereienzym aus Buc. utnyloliquefuciens und Pankreatin) hat sich Thermitase wegen ihrer hohen Effektivitat besonders bewahrt. Es werden die optimalen Hydrolysebedingungen ermittelt. Die 3 industriell anfallenden Knochenschrotarten (gesamt. grob, fein) unterscheiden sich hinsichtlich der Hydrolyseresultate nur wenig. Aus der Aminosaurenzusammensetzung wird die biologische Wertigkeit abgeschatzt. Sie ist auf Grund des relativ hohen Bindegewebsanteils verhaltnismaljig niedrig und etwa mit Weizengluten vergleichbar. Fur den vorgeschlagenen Einsatz der Hydrolysate als Speisewurzen mit Fleischgeschmack ist das jedoch ohne Bedeutung. Knochen stellen ein wertvolles Sekundarprodukt dar, das in den Schlacht-und Verarbeitungsbetrieben in groBer Menge anfallt (etwa 10-20 % des Schlachtgewichtes der Tiere). Wertbestimmend sind dabei der Restfleischgehalt an den Knochen, auf Grund dessen sie einer kuchenmaBigen Verwendung zugefuhrt werden, sowie die weiteren Bestandteile. die Knochen in begrenztem MaBe zum Ausgangsstoff fur die Herstellung von Gelatine, Leim, Knochenol, Knochenkohle und Knochenmehl (Tierfutter) machen. Die zur Erzielung einer hohen Fleischausbeute manuelle Entfleischung der Knochen stellt einen sehr arbeitsaufwendigen ProzeB dar, der in Abhlngigkeit von der Arbeitskriiifiesituation nur vereinzelt realisiert wird (Prokopfleistung bei Rinder-bzw. Schweinewirbelknochen etwa 9 kg/Arbeitskraft (AK) . h bzw. 5,3 kg/AK . h) [l]. Aus diesem Grunde sind in den letzten Jahren mechanische Entfleischungsmaschinen entwickelt worden [ 1 -31, die in der DDR in mehreren Betrieben eingesetzt sind. Hierbei handelt es sich z. T. um eine Entwicklung des instituts fur Fleischwirtschaft Magdeburg (IF) [ 11 sowie z. T. um Importanlagen.