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Hemmung der Lipoperoxydation durch Harn

✍ Scribed by Vidláková, M. ;Placer, Z. ;Veselková, A.


Book ID
102208020
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1965
Tongue
English
Weight
321 KB
Volume
9
Category
Article
ISSN
0027-769X

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✦ Synopsis


Polyenfettsauren spielen im Organismus insbesondere als Strukturkomponente der Zellen auch beim Lipidtransport eine wichtige Rolle [I]. Infolge Anwesenheit einer groBeren Zahl von Doppelbindungen unterliegen sie leicht dem oxydativen Abbau, der Lipoperoxydation. Im Organismus werden sie jedoch durch antioxydativ wirkende Substanzen geschiitzt, so z. B. beim intramuskularen Transport im Knochenmark, in der Darmschleimhaut, in den Zellen uberhaupt, insbesondere bei der Mitose [z]. Bei diesen biologischen Antioxydantien handelt es sich entweder urn genau definierte Stoffe (z. B. Tocopherole) oder um kompliziertere Substanzen von bisher weniger geklarter Struktur (2. B. Seruminhibitor, Phospholipaseinhibitor in der Darmschleimhaut , Inhibitor im Knochenmark [2, 31). Dariiber hinaus tritt im Organismus eine Reihe wichtiger Metaboliten auf (Citronensaure, Ascorbinsaure, Glutathion u. a.), die auf verschiedene Weise in den Lipoperoxydations-Systemen mitwirken konnen [4]. Die Korperflussigkeiten (Serum, Lymphe, Cerebrospinalliquor, Colostrum, Muttermilch, Magen-und Darmsafte) weisen eine mehr oder wenigei grol3e Hemmaktivitat auf [3]. In der vorliegenden Arbeit untersuchten wir eine weitere Korperfliissigkritden Harn. Experimentellev Teal Als Lipoperoxydations-System fur die Ermit tlung der Hemmung wurde Homogenat aus Rattenleber verwendet (uberstand eines zg%igen Homogenates, 5 Min. bei 400 g zentrifugiert) ; die Intensitat der Lipoperoxydation wurde durch Bestimmung des Abbauproduktes der Polyenfettsauren -Malonyldialdehydmit 2-Thiobarbitursaure gemessen. Verfahren: 4,o ml Phosphatpuffer pH 5,9 + I,O ml Harn (Verdiinnung bzw. Behandlung s. u.) + 0,2 ml Leberhomogenat, Inkubation 30 Min. bei 38 "C; $2 ml 7%ige Perchlorsaure, filtrieren, 4,o ml Filtrat + z,o ml o,8%ige Losung von 2-Thiobarbitursaure, 10 Min. bei IOO "C im Wasserbad, nach Abkiihlen Messung bei 532 nm. Zur Aufstellung der Konzentrationskurve diente Malonyldialdehyd. Die Hemmung wurde aus der Konzentrationskurve des Inhibitors abgelesen (= verschieden verdunnter Harn, siehe Abb. I). Der Harn iibt keinen EinfluB auf den Verlauf der Thiobarbitursaure-Reaktion aus.

z. Z. Animal Science Lab., Univ. of Illinois, Urban, USA.

From the properties found (resistibility to heating and pH changes, dialyzability, etc.) the authors conclude that the mean carriers of the inhibitory activity are excreted with the urine and that they are non-proteinaceous and non-lipidaceous in nature. That are above all citric acid and pyruvic acid. Consequently, the inhibitory effect of the urine differs in principle from the serum inhibitor of the lipoperoxidation which latter is proteinaceous in nature.


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