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Hemmstoffe von Beta-Adrenozeptoren: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

✍ Scribed by Perry Paige Griffin; Manfred Schubert-Zsilavecz; Holger Stark


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2004
Tongue
German
Weight
331 KB
Volume
33
Category
Article
ISSN
0048-3664

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✦ Synopsis


Abstract

Nach den bisher vorliegenden Studien kommen zusätzlichen Effekten der β‐Blocker (z.B. β~1~‐Selektivität, zusätzliche α~1~‐blockierende Wirkung) häufig eine untergeordnete Bedeutung zu. So konnten lebensbedrohliche, ventrikuläre Arrhythmien (Kammerflimmern) bei Post‐Infarkt‐Patienten, die einen nicht‐selektiven β‐Blocker erhielten, deutlich besser vorgebeugt werden, als bei jenen, die mit einem β~1~‐selektiven β‐Blocker therapiert wurden. Auffällig ist auch, dass positive Effekte bezüglich der Prognoseverbesserung bei chronischer Herzinsuffizienz bisher nur für β‐Blocker ohne partial‐agonistische Aktivität und für lipophile Verbindungen nachzuwei‐sen waren. Als eine mögliche Erklärung wird eine fehlende Penetration der Blut/Hirn‐Schranke hydrophiler β‐Blocker angeführt, da zur antifibrillatorischen Wirkung von β‐Blockern insbesondere die Dämpfung zentraler sympathischer Impulse beiträgt. Es bleibt anzumerken, dass die β‐Blocker‐Therapie bei der Herzinsuffizienz keine Heilung der Erkrankung bedeutet, wohl aber die Prognose vieler Patienten nachhaltig positiv beeinflussen kann. βBlocker sind heute ein fester Evidenz‐basierter Bestandteil zahlreicher Behandlungen.


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