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Heinrich Specketer. In Memoriam. † 22. Februar 1933

✍ Scribed by Philip Siedler


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1933
Tongue
English
Weight
290 KB
Volume
46
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Am Vorabend seines sechzigsten Geburtstages ist elektrochemische Industrie unter Stroof, einem ihrer Heinrich Specketer von uns gegangen. Der Verein bahnbrechenden Pioniere, nahm, wissenschaftliche Gedeutscher Chemiker verliert in ihm einen Mann, der dankengange auf solch fruchtbarem Boden, wie ihn die an fuhrender Stelle dem Vereiii seit vielen Jahren seine erst vor kurzem gegrundete Chemische Fabrik Griesheirn-Kraft und seine Erfahrungen widmete. Noch kurz bevor Elektron darbot, zur Entfaltung bringen konnte. ihn die heimtuckische Krankheit befiel, hatte er, getragen Die E l e k t r o l y s e d e r A l k a l i c h l o r i d e von deiii Vertrauen der Universitit und der Technik, den nach den1 Diaphragmenverfahren wurde dort schon iti Vorsitz des Frankfurter Bezirksvereins iibernommen, ob-groatechnischem Maastabe betrieben. Dem Verfahren, wohl fiir diese Amtsperiode die Wahl eines Utiiversitats-das zum guten Teil auf erfinderischer Empirie beruhte, lelirers satzungsgemaO vorgewhrieben war. Der Verein hafteten damals aber noch manche Mange1 an. So wurden deutscher Chemiker betrauert in den1 Verstorbenen ein treues und hervorragendes Mi tglied. Heinrich Specketer wurde am 23. Februar 1873 zii Schweringen bei Hoya a.d. Weser geboren. Ihm, deiii Sprossen aus uraltem niedersiichsischen Bauernstamnie, der siebeii Jahrhunderte auf eigener Scholle sa8, wurdeti die Charaktereigenschaften solcher Vorfahren i n reicheni MaDe vererbt : Menschliclie Cute, aufrechte Gesinnung, Beharrlichkeit in der Verfolgung eines bestimmten Zieles waren seine hervorstechendsten Charaktereigenschaften. Verbundenheit niit der Natur war der Grundzug seines Wesens. Specketer absolvierte das hunianistische Gymnasium, die alte Klosterschulezu Verdena. d.Aller Ostern 1894 bezog er die Universitat Tiibingen. Dort wurde er bei dem Corps Borussia aktiv. Wenn diese Tatsache hier hervorgehoben wird, so geschieht es, weil diese Zugehorigkeit zum Waffenstudententum maagebenden Eiu - flui3 auf seine ganze Lebensauffassung und Lebensfuhrung gehabt hat. Sie ist es vor allem auch gewesen, die ihn im Kreise seiner Tubinger PreuDen, sei es bei Stiftungsfesten, sei es, wenn er diese in seinem eigenen Heirn um sich versammelte, immer wieder jung werden liei3. Diese Jugendlichkeit, auch noch im Silberhaar, gewann ihm die Zuneigung aller, die mit ihm in Beriihrung traten. Nach vier Semestern ging Specketer zu Walther &ernst nach Gottingen, um sich dort in dern emt kurz zuvor gegrundeten Institut fur physikalische Chemie und Elektrochemie der damals noch jungen Elektrochemie zu Ridmen, einer Wissenschaft, die zu jener Zeit noch wenige Pflegestatten auf deutschen Universitaten hatte.


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