Hackverletzungen des Kniegelenkes
✍ Scribed by Hellmut Lederer
- Publisher
- Springer
- Year
- 1965
- Tongue
- English
- Weight
- 300 KB
- Volume
- 57
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Hackverletzungen des Kniegelenkes ereignen sich sehr h~ufig und stellen eine typisehe Verletzung der Forstarbeiter in der Steiermark dar.
Aus unserem Unfallkrankenhaus habe ieh 1931 und GELE~UTEU 1951 fiber die Behandlung und deren Ergebnisse beriehtet. Ffir den Heilungsverlauf mai3gebend ist sowohl die Art der Kniehaekverletzung als aueh die entspreehende Versorgung einer solehen. Was die Art betrifft, so ist entseheidend, ob dureh die Verletzung mit der I-[acke das Kniegelenk er6ffnet wurde oder nieht. Im ersteren Falle spricht man yon einer penetrierenden Kniehaekverletzung. Diese penetrierenden Kniehaekverletzungen wiesen dureh viele Jahre sehwers~e Komplikationen dureh Itinzutreten einer Vereiterung des Kniegelenkes anf, deren Ursaehe sowohl einerseits in der mangelhaften Aufkl~rung der Verletzten fiber das notwendig einzusehlagende Verhalten als aueh in der Wandlung der Behandlungsgrundsgtze gegenfiber fr/iheren Jahren, welehe zahlreiehen Xrzten nieht bekannt geworden, zu suehen ist. Als Werkzeug der Entstehung der Kniehaekverletzung fungiert die Haeke, welehe bis zum Zweiten Weltkrieg ohne Stiel 2,5--3 kg schwer war. Naeh dem Zweiten Weltkrieg hat die Arbeit mit der Itaeke insofern eine Anderung erfahren, als nut mehr ttaeken mit einem einheitlichen Gewicht yon 0,90--1,10 kg verwendet wurden. Die Spitzhaeke (Sapine), welehe zum Ziehen und Lagern der gef/~llten Baumstgmme dient, findet in gleicher Besehaffenheit wie frtiher Verwendung. Etwa 30 Arten gibt es yon derselben. Abgleiten der I-Iaeke beim Entasten oder Entrinden ist die h~ufigste Ursaehe yon Kniehaekverletzungen. Dies ist vor allem dann sehr leieht m6glieh, wenn das Itolz nab oder gefroren ist. Verletzungen mit der Spitzhaeke (Sapine) sind viel seltener, da dieselbe nieht so leicht abgleitet. G]~Ia~I~TEI~ hat 1951 fiber 155 offene Kniegelenksverletznngen aus nnserer Anstair berichtet. In 129 F/~llen hiervon handelte es sieh um penetrierende Kniehackverletzungen. Die Behandlungsgrunds~Ltze b]ieben seither die gleiehen. 0benan steht die Aussehneidung der Haekwunde in allen Sehiehten. Nut hierdureh ist eine Er6ffnung des Kniegelenkes einwandfrei naehzuweisen. In etwa 40 ~o der Fglle ist eine solche sehon rein gul3erlieh zu erkennen. Hierbei sind feststellbar: ein Ge-lenksfluB bzw. ein ErguB im Kniegelenk, in seltenen F£llen siehtbare Gelenksanteile, Blutentleerung aus der Wunde bei Druek auf den l~ecessus, ferner dureh Perkussion naehweisbare Luftansammlung ira Reeessus. Naeh exakter Aussehneidung der Wunde, welehe in 5rtlieher Bet~ubung m6glieh ist, folgt die Naht derselben, und zwar wird bei Haekverletzungen von uns aueh die Kapse] gen~ht. * Iierrn Professor Dr. LoI~E~z ]3OttLER zum 80. Geburt.stag gewidmet.
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Trotzdem die Kontrastdarstellung der Gelenkh6hlen bereits 1907 von WE~-DORFF U. ROBINSON angewendet wurde, hat sieh diese Art der l{6ntgenuntersuehung bisher im Vergleieh zu anderen Methoden mittels Kontrastfliissigkeit, die sparer erst eingeffihrt wurden, wie z. B. Eneephalographie oder Arteriograp