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Gonorrhöebehandlung der Kinder mit Penicillin

✍ Scribed by F. Hussels; W. Runge


Publisher
Springer-Verlag
Year
1947
Tongue
English
Weight
587 KB
Volume
186
Category
Article
ISSN
0340-3696

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✦ Synopsis


Bei der ~ber~ragung der Gon0rrh(ia ~uf die Kinder mach~ das Stuprum a]s Ursaehe nur einen ge~ingen Prozentsa~z aus bei uns war dies nur in einem Falle bei einem 10j~hrigen M~dehen der Fall. ~eistens geschieht die Ubertragung dutch Zusammenschtafen mi~ Erkrank~en, lVianipula~ionen der Kinder unter sich an den Genit~]ien, dutch Sehmierinfektionen mit WascM~ppen, Sehw~mmen usw., die yon der Mutter oder dem Pflegepersonal mitbenutzt werden. Bei dieser Art der Obertragung sind Kinder weiblichen Gesehleehts am meis~en gefahrde~. Infolgedessen tritt die Kindergonorrhoe fast nur bei M~dehen auf. .Die Infektionsqtmlle ist in diesen Fallen 6frets leich$ zu ermi~teln.

Kliniseh sehen wir eine stark ger6tete, ges6hwollene Schleimhaut -der Vulva und der Vagina mi~ rahmigem Ausfluit und intertrigin6sem E'kzem in der Umgebung der Scheide. Eine Aszension finder infolge der mangelhaIten Entwickhmg der Cervix und der Adnexe nieht start. Ebenso kommen ganz selten m etasta~isehe Versehleppungen, z. B. in Form yon Arthritis, vor. Dagegen is~ eine ~astdarJ~-gonorrhSe dureh das Herabfliel~en des Sekretes relativ h~ufig "und eine Urethritis gonorrhoiea fast immer vorhanden. Differentialdfaghostisch kommt der unspezifisehe Fluor racist im AnsehluB an eine schwere Infektionsl~ankheit und die Ko]pitis naeh Oxyuren und Trichomonas, Fremdk6rper, Schmierinfektionen und ~hnliches in Frage. Beide Kranl~heiten bieten kliniseh dasselbe Bild.

Durcll das Penicillin ist die B e h a n d h m g der G onorrhSe der K i n d e r in neue B a h n e n gelenkt, d . h . die B e h a n d l u n g s d a u e r is~ yon vielen ~o n u t e n auf wenige ]?age h e r a b g e s e t z t worden. W e n n auch unser Z a h l e n m a t e r i a l r e l a t i v klein ist, so sind die :Ergebnisse doeh so auffallend, d a b wir uns sehon j e t z t zu einer VerSffentlichung entgchlossen h a b e n z u m a l in der deuSschen Fachpresse y o n schlechten Ergebnissen bei der P e n i c i l l i n b e h a n d l u n g der kindlichen GonorrhSe die R e d e is$. So berich~en H. S e H V ~A ~ lind X. W . B O m ~ (Marburg a, d. Lahn) anfi~nglieh yon 59 % , s p g t e r ,,nachdrficklichst bestg~igt" y o n 47 % ~ SCHO~F]~,D (Heidelberg) yon 65 % I-Ieilung ~ --, die sich dutch erneute A p p l i k a t i o n y o n 20.0000 OE auf 74% G e s a m t h e i l u n g steigert. Die Prozen~zahlen err echnen sich aus einer K r a n k e n z a h l yon 80 Xinderr~ m i t einem D u r c h s c h n i t t s a l t e r yon 5 J a h r e n . 'ScB~CIIDT-LA ]~AUigE und TH]~L]~ (Mannheim) huben bei 77 K i n d e r n 71,4% t t e i l u n g n a c h der 1. I4ur u n d k o m m e n bei der 2. K u r ~uf 94,8 % ~, Die Dosis w~r.nach A l t e r ~uf 100000 OE, 150000 OE und 200000 OE festgese~zt. L A ~ und SKRZleE]~ a b e r i c h t e n bei 45 m i t Penicillin allein b e h a n d e l t e n F~llen ~ fiber 53;3 % H e i l u n g nach der 1. K u r (4real 25000 OE 3stiindlich) und 79,9% Gesamtheflung nach der 2. Knr.


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Aus vereinzelten Angaben tier amerikanischen Literatur geht hervor, dab I-Ieilung yon Gonorrh~eerkrankungen and l~ezidiven mit ganz geringen Totaldosen sog.ar mit 35000 OE m6glich war x. Es sind dort 7 X~i~]le beschrieben, die bei 3500 0E Einzeldosis unc[ 35000 Total, dosis, und 10 F/~lle die bei 50