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Gesichtspunkte zur Penicillinbehandlung des Scharlachs

✍ Scribed by Jebens, Hellmut


Publisher
Springer-Verlag
Year
1950
Weight
993 KB
Volume
68
Category
Article
ISSN
0044-2917

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Aus der Universitits-Kinderklinik Kamburg-Epp~ndorf (Stellv. Direktor: Dozent Dr. reed. J. B. Mayer).

Gesichtspunkte zur Penicillinbehandlung des Scharlachs.

Unter besonderer Beriicksichtigung der verbleibenden Ansteckungs-f~ihigkeit und Immunit~it.

Von.

tlellmut Jebens.

Mit 2 Textabbildungen.

(Eingegangen am 30. Januar 1950.)

Die Literatur fiber die Scharlachbehandlung mit Penicillin (P.), welche 1945 mit Ashley beginnt und his heute schon eine ansehnliche Zahl yon VerSffentlichungen umfal]t, weist erhebliche Differenzen hinsichtlich der Erfolge, insbesondere fiber Einschrgnkung yon Komplikationen, l~ezidiven, Nachkrankheiten und Heimkehrfillen auf. So reich~ die Skala der Ers yon Jersild, der bisher woh] die gr56te ~bersicht ver6ffentlicht hat und unter 1000 behandelten Patienten keine Otitis~ keine Nephritis und nur 0,5~o Adenitiden sah (im Gegensatz zu 299/o .bei unbehandelten Patienten), fiber Andersen, der unter 100 mit P. behandelten Patienten 29~o Komplikationen sah im Vergleich zu 54% bei den unbehandelten, und viele andere, welche ebenso Zwischenstellungen einnehmen, bis zu Pdeher und neuerdings auch Herrlieh und Str6der, die die P.-Behandlung gar als unzweckmg~ig verwerfen und damit keine besseren Erfolge sahen als ohne sie. Eben solchen Widersprfichen stehen wir beim StudiUm der Dosierung gegenfiber: Zwischen 300000 O. E. Gesamtdosis (Vulliet-Baumann) und 2 )/iillionen O. E. und mehr schwanken die Angaben.

Angesichts dieser Unklarheiten~ welche die Stellungnahme zur B.-Therapie des Scharlachs noch erschweren, suchten wir nach dem Grund der Verschiedenheit der Ansichten. Darfiber hinaus besch~s uns zwei Fragen, welche ffir die Einfiihrung des P. in die Scharlachtherapie mit ausschlaggebend sein werden:

  1. Ist ein mit P. behandelter und geheilter Scharlachpatient noch als infektiSs ffir die Umgebung anzusehen und wie lange ?

  2. Ist ein Patient nach der Behandlung als ausreichend immunisiert anzusehen oder wird der Immunisationsvorgang durch die rasche Beendigung des Krankheitsgeschehens gest6rt?


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