Funktionelle Untersuchung der Brustwirbelsäule und ihre klinische Bedeutung
✍ Scribed by H. Kamieth
- Publisher
- Springer
- Year
- 1957
- Tongue
- English
- Weight
- 801 KB
- Volume
- 49
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Die Abkehr v o n d e r rein morphologischen Betrachtungsweise in der I~Sntgenologie hat sich besonders befruchtend auf die l~Sntgenuntersuchung der Wirbels~u]e ausgewirkt. Die Berficksichtigung der Wirbe]s~ule auch als Bewegungsorgan hat uns wesentliche neue Erkenntnisse erschlossen und einen eingehenden Einblick in das Zusammenspiel der einzelnen Wirbels~ulenelemente vermittelt, dessen StSrung erhebliche Rfickwirkungen haben kann. An der Halswirbels~ule (HWS) Mad die normMen und pathologischen Funktionsabl~ufe zwar noch nicht restlos, jedoch weitgehendst gekl~trt nnd auch fiber die Lendenwirbels~tule (LWS) liegen bereits eine ganze Reihe funktioneller Untersuckungen vor. DaB die Brustwirbel-s~ule (BWS) in dieser Beziehung yon seiten der Klinik bisher fast vollkommen unbeachtet blieb, h~ngt wohl nicht zuletzt mit der Tatsache zusammen, dMt im Gegensatz zu GUTZEIT und einigen wenigen anderen Autoren die Schulmedizin Ver~nderungen der BWS Ms pathogenetischen Faktor ablehnt, obwohl das ffir die HWS und LWS l~ngst ohne wesentliche Einschri~nkungen anerkannt ist. Eigene Untersuchungen, fiber die an anderer Stelle ausffihrlich berichtet wurde, haben ganz in Ubereinstimmung mit der Ansicht GUTZEITS gezeigt, dM~ die BWS in der Tat bei inneren Erkrankungen einen pathogenetischen Faktor darstellen kann. Es erscheint daher berechtigt, sich auch eingehender mit der normalen und pathologischen Mechanik der BWS zu befassen.
Die Angaben fiber die Mechanik der BWS sind in der Literatur sp~rlich und widersprechen sich zum Teil. Nach LIECHTI erfolgt die Lateralflexion im Bereich der BWS gleichm~l~ig. Gradangaben werden nicht gemacht. Nach DITTM/m ist die Seitenbewegung der BWS am st~rksten zwischen den beiden letzten Brustwirbeln. Der Gesamtausschlag der Lateralflexion wird nach rechts und links mit je 25 o angegeben. B E ~G ~O F schreibt, dal~ die geringste Beweglichkeit der BWS in ihrem untersten Abschnitt anzutreffen ist. BAKKE glanbt, dal~ info]ge der Ste]lung der Gelenkforts~ttze an der BWS die Seitw~rtsbeugnng die ideMe Bewegung darste]le. Ffir das Beugen und Strecken gibt DITTM~,~ einen Gesamtausschlag yon 200 an. Dabei soil eine geringe Abscherung der ]etzten 3 Brustwirbel auftreten, beim Beugen nach ventral, beim Strecken nach dorsal. In bezug auf eine begleitende Rotation bei der Seitwi~rtsbeugung gibt DITTM/~ an, dM~ eine solche an jeder BWS auftrete und zwar zur Konkavitiit der Beugeskoliose hin gerichtet.
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