𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Frühergebnisse der intertrochanteren Schrägosteotomie bei Fehlstellung des coxalen Femurendes nach angeborener Hüftverrenkung

✍ Scribed by R. Ansel; K. Bätzner; K. Kessler


Publisher
Springer
Year
1962
Tongue
English
Weight
565 KB
Volume
54
Category
Article
ISSN
1434-3916

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Die Ergebnisse der konservativen Behandlung der angeborenen Hiiftverrenkung werden in erster Linie dnreh drei Grnndkomponenten (KLEI~g) der dysplastisehen Hfifte negativ beeinflnBt. Es sind dies die steile Pfanne, die verst~rkte Antetorsion des proximalen Femnrendes nnd die persistierende Valgit/~t des @, Sehenkelhalses. Je nach dem Grad ihrer Ausbildung ffihren diese Ver/inderungen zur Bewegungseinsehr~nkungen, zu ungenfigendem Gelenksehlul3, ja sogar zu Relnxationen. Selbst wenn am Ende der konservativen Behandlungsmethode ein gutes funktionelles Ergebnis erreieht wurde, so zeigen diese I-I/iften sehon im Pubert/~tsalter Zeiehen einer Pr/iarthrose, die die Gefahr einer Entwieklung einer eehten Arthrose im friihen Erwaehsenenalter, meist sehon im 2. Lebensjahrzehnt, in sieh birgt. Um derartige Ergebnisse zu vermeiden, ist es notwendig, friihzeitig die fehlerhaften Komponenten auszusehalten und formkorrigierende Magnahmen (I-IACKEX-BROth) ZU ergreifen, bevor die Kongruenz der Gelenkfl~ehen beeintr/~ehtigt wird.

Ist nur die Entwieklung der Pfanne und des Pfannendaehes ausgeblieben, der Sehenkelhalswinkel j edoeh regelreeht, und besteht keine Antetorsion, so kann dureh eine Pfannendaehplastik (LA~c~, SHTZY) eine Normalisierung der Gelenkverh/~ltnisse herbeigefiihrt werden. Bestehen aber gleiehzeitig die beiden anderen Formver/~nderungen, Steilstellung und Antetorsion des eoxalen Femurendes, so kann mit einer Pfannendaehplastik allein nie ein befriedigendes Ergebnis erzielt werden, da der fehlgelagerte Femurkopf naeh vorn nrtd oben dri~ngt und dadureh zur weiteren Auswalzung der Pfanne oder sogar zur Reluxation f/ihrt.

Operationsmethoden, welehe die besehriebenen Fehlstellungen beseitigen und ihre Folgen verhfiten sollten, wurden yon BRAXDES, i~I~Ea, GALEAZZI, SCtIEDE, RO~L~I)E~R, PLATO~ u. a. angegeben. Jedoeh blieb bei diesen Methoden die Coxa valga unver/~ndert, so dag eine vermehrte Augenrotationsstellung des Beines oder eine X-oder O-Deformitgt resultierte. Diese Ergebnisse zeigten, dab nnr dureh Beseitigung beider Komponenten, der Steilstellung wie der Antetorsion, gnte nnd dauerhafte Erfolge erzielt werden kSnr~en. Um beide Fehlformen zu korrigieren, ging BER~B~CK Yon der Lange-Stellung aus. In dieser wird dureh Innenrotation die Antetorsion und dnreh Abduktion die Coxa valga ausgegliehen. Dureh die sehr~tge intertroehantere Osteotomie in dieser Stellung sehuf BEaNBECK die