Fortschritte auf dem Gebiet der Kosmetik und Parfümerie I
- Book ID
- 102930272
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1940
- Weight
- 711 KB
- Volume
- 47
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
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✦ Synopsis
Vor kurzem ynb cine ausldndische Fachzeitschrift eirzen Hiicklhick auf die in1 Laufe der letzten fiinf Jtrhrzehnte zu verzeichnenden gewnltigen Fortschritte auf den1 tiebiet cfer Kosnietik und forschte nach den llrsnchen dieser schnellen Aufwcirlsentcuickluny. Wenn cutch uon einem Zusnninientreffen und lneinandergreifen mehrerer Faktoren die Hede wur, so erblickte man doch vor nllem in der unifasscnden und u~irkungsvollen Propuganda die Ha uplursnche dieser Entwicklrrng. Dir hier uertretene Auffttsrun!! mug fur Amerika, das hinsichtlich tier NeuschBpfuny niodischer Schiinheitsmittel fcihrend ist, zutreffen. Bei uns nbcr diirfle der Fortschritt ttuf dem Cebiet tier Kosnietik eher der in alle Kreise hineingetrngenen Aufkldrung zu verdanken win, ttit/3 die neuzeitliche Kosmelik nicht nur VcrschBnerungsniittel herausbringen will, sondern sich gnnz uberwiegend die .iufgnbe gestcllt hat, durch Hebung der Hygiene gesundheitlichen Scliddigungen iuid Krnnkheiten vor:trlwugen, i,ine Aufgnbe, die heute z. B. bei den1 Wegfull der Feinseifen und iiberfellet er Spezialseifen hesonders nktuell ist und nicht unterschiitzf wrrden durf. Aber uuch ini ausldndischen Schrifttctni trcigt nirtn trotz aller propagandistischen Anpreisung und Aufnitrcliung uon reinen Sch6nheitsmitteln der inimrr umchsenden Erkenntnis, rlap Vorbeugen brsser als ifeilen. Verdecken ocler Korrigieren ist, Reclinung. llrirl so begegnet mnn auch in dem omerikunischen Schrifttum Veriiffentlichungen, d i e fiber die Mope Aulziihlung von Vorschriften fur die verwliiedenen Schiinheitsmittel hinnusgehen u nd sich mit Frngen grundsdtzlicher Art befassen. Du einige dieser Beitrcige auch fur unseren Leserkreis uon Interesse sein dirrften. soll cine Folge von ausfiihrlichen Referfiten cfer wichtigsten Arbeiten nnch Ergiinzung durch weiteres :ugdngliches wissenscliufllichcs Schriflturn yehrrrcht werden. Pektlnc In der I'harmazle und Kosmctik Pektinstoffe wurden ini Jahre 1825 voii B r a c o n n o t l) in Fruclitsiiften entdeckt. Diese schleimigen pflarizlichen Sloffe fanden zunachst nur als gelatinierende Subslaiizen bei der Bereituiig von Gallerle uiid Gelees Anwendung; erst in neuerer Zeit wurde ihre Vcrwrndung allgcmeiner, und es slelit zu erwarlen, daW ilir Anwendungsgrhiet mil der Zeit <!in noch ininier gr6Bcres wird. Die Pektinstolfc siiid als standiger Begleiler der Zellulose ein wesentlicher Bestandleil der Zellwandungen im Niihrgewebe der griincn I'flanzen. 1111 Gegeiisatz zuiii einheitliclien Aufbau der Zellulose is1 dcr dcs Peklins reclit kompliziert. Erschwert wird die Erforschung dcr chemisclien Zusanimeiisetzung und die Koiistilulionsermittlung durcli den I:iiistnnd, daW Pcklinstoffe auch h i geuau gleiclier Isolierung je nacli drr I'ruchart, deni Reifegrad usw. sclir verschicden sind. Pektine sind hochniolrkularr (30 000-200 000) Pflanzenstoffc, die nach den Konstiliitionserinittluiigcii von S c 11 n e.i d c r und I3 o c k L, einv niit hlelhylalkohol vcresterte Polygalakturonsaure mil glykosidischcr Vrrkniipfung dcr Galakturonsiiurc. dar-CO,. CH:, 0 1 0 / -/ \J/ 0 < -O Y --' 0 CO,. CH, stellen. Die hlolckulargr6De ist fur wichtige Eigrnschaflen dor Pektine. z. B. Grlierfiiliigkeit uiid Faden-uiid Filiiibilduiig, von grundli*gendcr Bedeutung. Der Anstoll zur Gclccbildung wird durch rinc Abspaltung von Methoxylgruppcn uiid einc. Frcilegung von Carlmxylgruppen gegri)en. Je nach dcii Hetlinguiigcii, clrm pH-Wert, drr Teniperulur uiid cler C;c.lrckoclidaucr wcrden inelir otlcr weniger Me11ioYylgrul)pcii abgespallen. Infolge der ,,Assoziationsfiiliigkeil" der I'reigelegten Car1)oxylgruppen cnlslch~m dreit~imelisioiiale wa1)enartige Gel)ilcle, dcren Vernetzung durch Bildung vun :iusgesproclicncn hlicellen nach Art d r r Franscniiiicrllcn iiach G c r ii g r o 13 zu denken is1 Pektinstoffv sintl in Wasser und in weniger als 70°/oigrm Alkoliol rlw:is liislirh. I)cr Grad drr Vcrestcrung drr I'olygnlakturoiis~~i~re niit Mrthylalkohol durch Abspaltung von Methylalkohol iinclern dio Wasserlijslichkeit d r r I'c!kliiistofFe. I'rktingelrc oder -L6suiigrn siiid gegenuber ?'eniperaturwechs(.I l)cstiindig, ebenso gegeniiber SZiuren, rc!agiere~i aber niit Alkalicn, wic Calcium-und Magnesium-I ) hleui. dc Soc. Roy., Nancy 1824.
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