Fließerscheinungen an Haufwerken in schwingenden Gefäßen
✍ Scribed by Dr.-Ing. Werner Kroll
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1955
- Tongue
- German
- Weight
- 801 KB
- Volume
- 27
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-286X
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✦ Synopsis
tn der Technik werden zunehrnend rnechanische Schwingungen benutzt, urn damit besondere Wirkungen auf Schuttguter auszuuben, wie z. B. in Schwingmuhlen, Schwingsieben und Forderrinnen. Es lassen sich aber auch durch rnechanische Schwingungen in Schiittmassen Trenn-oder Mischeffekte sowie Anderungen irn Warrneubergang erzielen. An anderer Stellel) ist bereits uber eine experirnentelle und theoretische Untersuchung der Wurfbewegungen berichtet worden. Nach einer kurzen Zusarnmenfassung dieser Ergebnisse wird auf FlieOerscheinungen eingegangen, die an schwingenden Haufwerken beobachtet wurden.
Wurfbewegungen von Haufwerken
Als Haufwerke dienten Glaskugeln und Seesand, deren mittlerer Korndurchmesser kleiner als 1 mm war. Der Behalter, Bild 1, mit dem Schiittgut wurde durch einen elektrodynamischen Schwinger, Bild 2, in lotrecfite, harmonische Bewegungen versetzt, deren Frequenz iiber einen Frequenzgenerator von 10 bis 120 Hz eingestellt werden konnte. Mit der Welle des Frequenzgenerators war ein elektrischer Unterbrecher als Kontaktgeber fur ein Photoblitzgerat gekuppelt. Das Gehause des Unterbrechers konnte um jeden gewiinscfiten Winkel senkredt zur Wellenachse gedreht werden, so daB, da die Schwingungsbewegung synchron mit der Drehbewegung verlauft, die Kontaktgabe fur das Photoblitzgerat in jedem beliebigen Punkt der Schwingungsbewegung moglich war und somit die Bewegung des Haufwerkes durch photographische Aufnahmen bestimmt werden konnte. Der Verlauf des Luftdruckes in dem sich durch die Wurfbewegung bildenden Raum zwischen Haufwerk und Unterlage wurde mit einer in den Boden des GefaBes eingesetzten DrudcmeDdose gemessen, indem die Ausschlage der Membran relativ zur schwingenden Unterlage ebenfalls durch photographische Aufnahmen ermittelt wurden. Die Versuche zeigten, daB die Bewegungen der Haufwerke nicht den Gesetzen des Wurfes im iuftleeren Raum folgen, sondern durdl den Verlauf des Luftdrudces unter dem Haufwerk maBgeblich beeinfluBt werden. Die Drudce unter dem Haufwerk und die Wurfbewegungen hangen nicht nur von der Frequenz und Amplitude der Schwingung sondern auch von der spezifischen Gasdurchlassigkeit und dem Schuttgewicht des Haufwerkes ab. Mit wachsender Schichthohe des Haufwerkes ergab sich zunachst eine etwa lineare Zunahme der maximalen Unter-und Uberdrucke der Luft. Bei einer Steigerung der Schichthohe uber einen bestimmten Wert wurde eine Abnahme des Gasdruckes und der Abstande zwiscfien Haufwerk und *) Erweiterte Fassung eines Vortrages, gehalten auf der Arbeitssitzung des Arbeitsausschusses Rheologie der VDI-Fach-Chemie-Ing. -Tedm. 27. Jahrg. 1955 I Nr. 1
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