Fest der Ingenieurbaukunst — Deutscher Brückenbaupreis 2010 und 20. Dresdner Brückenbausymposium
✍ Scribed by Jürgen Stritzke
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2010
- Tongue
- German
- Weight
- 470 KB
- Volume
- 87
- Category
- Article
- ISSN
- 0932-8351
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✦ Synopsis
Mit einem eindrucksvollen Film über die Königsdisziplin des Ingenieurbaus wurde der Festakt eröffnet. Souverän führte die Moderatorin Angela Elis durch den Abend, an dem eine Vielzahl von beeindruckenden Brückenbauwerken präsentiert wurde. Als sie den Parlamentarischen Staatssekretär, Jan Mücke, der den Schirmherrn der Veranstaltung, Bundesverkehrsminister Dr. Ramsauer, vertrat, im Hinblick auf die sechs nominierten Bauwerke fragte, welches ihm am besten gefiele, antwortete er: die Waldschlößchenbrücke. Für die hatte er sich schon als Dresdner Kommunalpolitiker und Mitglied des Sächsischen Landtages vehement eingesetzt. Anhaltender Beifall war die Reaktion des Auditoriums.
Am Vormittag hatten sich die Referenten und ein ausgewählter Kreis von Teilnehmern auf der Baustelle der Waldschlößchenbrücke von dem flachen, eleganten Bogen der Strombrücke und dem Fortgang der Arbeiten überzeugen können.
Am nächsten Tag begrüßte Magnifizenz Professor Hermann Kokenge noch einmal die Gäste und ging auf die Jubiläumsveranstaltung des Dresdner Brückenbausymposiums ein. Er würdigte dieses seit 1991 alljährlich stattfindende Symposium als ein über die Jahre hinweg gewachsenes Aushängeschild der TU Dresden, das bundesweit bekannt ist. Gleichzeitig sei die Veranstaltung im wahrsten Sinn des Wortes zu einem Dresdner Fest der Ingenieurbaukunst geworden. So konnte am Vorabend bereits zum dritten Mal der Deutsche Brückenbaupreis an der Dresdner Alma Mater verliehen werden. Im Weiteren ging er darauf ein, dass die TU Dresden gegenwärtig alle Anstrengungen unternimmt, um in der nächsten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes den Sprung zur Elite-Universität zu schaffen. Kaum eine andere deutsche Universität kann ein so ganzheitliches Studienangebot sicherstellen wie die TU Dresden: Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften und Medizin finden sich unter einem Dach. Dresden ist heute wie seit Jahrhunderten ein Standort, wo Wissenschaft, Kunst und Kultur eine lange Tradition der Exzellenz haben.
Auch der Berichterstatter hielt noch einmal eine kurze Rückschau auf die vergangenen Jahre. Als man sich vor 20 Jahren entschloss, an der TU Dresden eine Brückenbautagung zu veranstalten, hat wahrlich keiner geahnt, dass diese Tagung eine so große Resonanz unter den Brückenbauern finden und dass das Dresdner Brückenbausymposium alljährlich über eine so lange Zeit hinweg veranstaltet werden würde. Am 21. 2. 1991 wurde mit einer kleinen Schar von Teilnehmern bei einer Teilnahmegebühr von 20,00 DM begonnen. Der Zuspruch an der vorerst regional begrenzten Veranstaltung wurde rasch immer größer, und heute gehört das Dresdner Brückenbausymposium nicht nur zu den größten und erfolgreichsten Veranstaltungen der TU Dresden, sondern es ist seit Jahren bundesweit die größte und bedeutendste Brückenbautagung.
Schaut man nach 20 Jahren deutscher Einheit zurück, kann man mit Recht sagen, dass mit dieser Veranstaltung auch ein kleiner Beitrag zum Verständnis zwischen Ost und West in Deutschland geleistet worden ist, denn Vorurteile lassen sich am besten durch Begegnungen und Gespräche abbauen. Ingenieure haben es dabei ohnehin etwas leichter. Angefangen wurde mit Dias, Folien und Polylux, die heute durch PowerPoint und Beamer ersetzt sind. Dank der Unterstützung seitens des Audiovisuellen Medienzentrums der Technischen Universität werden Bild und Ton vom Audimax zusätzlich in den Hörsaal 02 mit 600 Sitzplätzen übertragen, da die Teilnehmerzahlen des Dresdner Brückenbausymposiums schon seit vielen Jahren die Kapazität des Audimax von 1000 Sitzplätzen übersteigen.
Einen Tagungsband gab es auch nicht von Anfang an. Der erschien erst ab dem 3. Dresdner Brückenbausymposium und auch nicht gleich zur Tagung. Dieser wurde erst im Nachhinein verschickt. Was heute so selbstverständlich ist, musste sich aufgrund der zur Verfügung stehenden Mittel und Mitarbeiter erst entwickeln. Die ersten Tagungsbände hatten einen grünen Umschlag und kannten nur Schwarz-Weiß-Fotos. 1999 wurden die Einbände hellblau/weiß und 2006 dunkelblau. Das war nicht unsere Idee, denn wir waren an dem Erhalt des Erkennungswerts unserer Tagungsbände interessiert. Es waren die Ideen und Forderungen der Universitätsverwaltung. Seit 2005
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