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Famili�re H�ufung angeborener Herzfehler

✍ Scribed by Spahn, U.


Publisher
Springer-Verlag
Year
1964
Weight
831 KB
Volume
90
Category
Article
ISSN
0044-2917

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✦ Synopsis


Die Beobachtung kongenitaler Angiokardiopathien bei mehreren Mitgliedern einer Famitie veranlaBt immer wieder, die Frage nach der kausalen Pathogenese dieser Fehlbildungen zu stellen. Angeborene Herzfehler treten in der iiberwiegenden Mehrzahl einze]n auf und gerade bei ihnen werden haupts~chlich peristatische Faktoren in der Frfihschwangerschaft verantwortlich gemacht. Wie bei ge~ssen anderen Fehlbildungen darf man, gestfitzt auf das familigre Vorkommen und Beobachtungen yon Konkordanz bei einefigen Zwil]iugen, auch fiir die angeborenen ]-Ierzfehler noch die andere MSglichkeit, die erb]iche Genese, annehmen.

GX~SSLEIN, LAMBI~EC]tT U. WERNER gaben 1940 einen ~berbfiek fiber das s

Schrifttum und stellten 68 Familien mit gehauften angeborenen Herzfehlern zusammen, allerdings wurden nur in 7 Fallen mehr als zwei Obduktionen durchgeffihrt. Von besonderem Interesse ist der l~aehweis einer Herzfehlbildung in mehreren Generationen, da hier offenbar ein dominanter Erbgang vorliegt (YA~ADA, REZEK, BVRWr~K~r,, BAVMGART~, FER~ANr~I), auch sprieht das Bef~llensein yon Stiefgeschwistern dafiir (])UCKWORTH; SPI~AQUE, BLAND U. WttITE). Schwieriger ist die Beurteilung der Einzelfalle und der Familien, in denen nur Geschwister erkrankten. WEITZ (1949), der den erblichen Faktoren eine grol]e Bedeutung zuerkennt, glaubt, dub der Erbgang in einigen F~llen dominant, in zahlreichen dagegen recessiv sei. Er hebt jedoeh selbs~ hervor, dab die Zahl der kranken Geschwister der Probanden sehr viel kleiner ist, als es n~eh der Weinbergsehen Probandenmethode bei einfacher l~ecessivitat zu erwarten ware und spricht in diesem Zus~mmenhang yon ,,entwieklungs]abilen Anlagen zu Herzfehlern". Mit einem reeessiven Erbgang lassen sich aueh die hEufigen Verwandtenehen in den betroffenen Famflien vereinbaren (LxMY u. Scn~vEISGVTH 1948, SCH6N~ELD U. FgISCl~MAN 1958, FUm~MAN~ 1959).

Nun hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in steigendem MaBe die Auffassung durchgesetzt, dab bei der Entstehung zumindest der zahlreichen Einzelfi~lle yon Angiokardiopathien aussehlieBlieh Umweltfaktoren wirksam sein mfissen. Vo~ V~sc~v~ glaubt, dab naeh dem derzeitigen Stand der Forschung angeborene tterzfehler hs dureh z. Kiaderheilk., Bd. 90 12


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