F. A. Flückiger, Docent an der Universität zu Bern, Lehrbuch der Pharmakognosie des Pflanzenreiches oder Naturgeschichte der wichtigeren Arzneistoffe vegetabilischen Ursprungs. Berlin 1867. 1. u. 2. Lieferung
✍ Scribed by Hallier
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1867
- Tongue
- English
- Weight
- 196 KB
- Volume
- 180
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
Llteratur und WriCik. F. A. F l u c k i g e r , Docent an der Universitat zu Bern, Lehrbuch der Pliarmakognosie des Yflanzenreiches oder Naturgeschichte der wichtigeren Arzneistoffe vegetabilischen Ursprungs. Berlin 1867. 1. u. 2. Lieferung. Diesee Werk gehort zu denjcnigen, welehe wir mit offener Freude und unverhohlenem Beifall begriissen und v m denen wir freudig bekennen, dass wir daraus viele Belehrung geschopft haben und ferner schopfcn werden. Wenige pharmakognostische Schriften sind so vollstandig und griindlich ausgearbeitet, keine unseres Wissens cnthalt eine so grundliche und kritischc Darstellung der Handelsvcrhaltuisse der Droguen und ihrer Naturgeschiclitc. Das erstc Heft entbiilt die Pflsnzenstoffe ohne organische Structur und diejenigen von zelligem Ijau, die zur Erkeunung dessclben der mikroskopischen Untersuehung bcdurfen. Darauf folgt im zweiten Hefte eine dritte ,,C1assey der ,unmittelbar als Pflanzengemebe kenntlichcu Stoffe". Diese Classe wird in ,,Reihen'' getheilt. Erste Reihe: Pflanzen odcr Pflanzcnthcile mit geAsslosem Gewebe. Zweite Reihe: Von Gefhssen durchzogene Gemebc.
Wenn wir, wie gesagt, die treue und vollstiindigc Darstellung nur ruhmend hervorheben konnen, so konnen wir dag3gen mit der Anordnung uns nicht einverstanden erkliiren. Wir glauben nicht, dass bis jetzt die Bertxhtigung vorliegt, von dcm durch Schleid e u und I3erg gebahnten Wege der Anordnung nach den Pflanzenorganen, die hicr nur sehr untergeordnct bcuutzt wurdcn, abzuweichen, am wenigsten abtr in solcher Weise, wie der Vcrfasscr es versucht hat. Vor nllen Dingcn ist Uebersichtlichkeit der Darstcllung fur ein "Lehrbuch" unabmeislichcs Postulat und diese vermissen wir ganz. Eine Begrundung und Uebersicht der Einthcilung hattc nothwendig vorangcschickt werden mussen. IIiitte der Verf. eine solehe zu gebcn versucht, s o murdc cr von selbst die grossen Mingel seiner Eintheilungsweise erkannt haben. Aueh Abbildungen vermissen wir sehr ungern. Ein Lehrbuch, welclies sich mit Gegenstiinden befasst, dercn Erkennungsmerkmale zum grossten Theil mikroskopische sind, kann nur durch Abbildungen demonstriren. Keine noch so genaue Besebrcibung kanu diese ersetzen.
Fur die I!nbrau:hbarkeit der Eintheilung des Werkes bemerken wir gleich, dass die erstoClasse der ,Pflanzenstoffe obne organische St,ructur' gar keine weitereu Eintheilungen besitzt. Der Studirende will aber kein Worterhuch zum alphabetischen Naehschlagen, sondern cin Lehrbuch in geordneter Folge und gcrade in diesem Capitel bietet sich der Eintheilungsgrund so leicht, so ganz von selbst in den chemischen Verhiiltnissen an, wie er auch von S e h l e i d e n benutzt worden ist.
Die Sprache ist im Ganzen besser als in den meisten neueren botanisehen und pharmakognostischen Schriften und bekundet sich der Verf. durch dieselbe als durchgebildeter Gclehrter. Einige
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