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Exsiccosetoleranz und Organfl�ssigkeitsgehalte im Tierversuch

✍ Scribed by Koburg, E. ;Sch�ne, E. ;Goebel, A.


Book ID
104774268
Publisher
Springer-Verlag
Year
1962
Weight
615 KB
Volume
87
Category
Article
ISSN
0044-2917

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✦ Synopsis


Bei Krankheiten, die mit Flfissigkeitsverlusten verbunden sind, wie sie besonders h~ufig beim S~ugling auftreten, sind die Fragen nach der Exsiccosetoleranz, nach dem gfinstigsten Zeitpunkt und den Erfolgsaussichten einer Rehydrierung, ferner nach dem Verhalten der Organe bei Exsiccose und nach Rehydrierung yon grol~em Interesse. Im Tierexperiment wurde daher der Versuch unternommen, einer Beantwortung der genannten Fragen n~her zu kommen.

Die im Folgenden beschriebenen Versuchsergebnisse an Ratten zeigen, daI~ die Uberlebensaussicht nach Exsiccose unmittelbar yore Exsiccosegrad abh~ngig ist und dab bei Uberschreiten eines Exsiccosegrades yon etwa 5% der Tod der Tiere unvermeidlich ist, unabhi~ngig davon, ob eine Rehydrierung erfolgte oder nicht. Ferner wird nachgewiesen, da~ der Flfissigkeitsgehalt einer Reihe yon Organen reziprok zum Ansteigen des Exsiccosegrades absinkt.

Material und Methodisches

  1. Tierversuche. Die Versuche wurden an m~nnlichen weilten Wistarratten (Einzelheiten in Tabelle 1 und 2) durchgeffihrt, die mit einer Standardkost ern~hrt wurden. Zur Bestimmung der Normalwerte dienten 17 unbehandelte Tiere.

Eine Exsiccose wurde an insgesamt~ 35 Tieren herbeigeffihrt. Zu diesem Zweck wurden die Tiere narkotisiert (Ather oder Evipan/~ther, je nach Gewicht des Tieres 50--80 mg Evipan i. m.) und gewogen. Anschliel~end wurde rech~s und links am Unterbauch die BauchhShle durch je einen 0,5 cm l~ngen Schnitt er5ffnet. Ein weicher, flexibler Plastikschlauch yon 20 cm Li~nge und 0,5 cm Durchmesser bei einer lichten Weite yon 0,25 cm, der in der Mitte auf einer L~nge yon et~wa 8 cm mehrfach perforiert war, wurde so in die Bauchh5hle eingeftihrt, dal~ der perforierte Teil ganz im Bauchinnern lag und der nichtperforierte an beiden Seiten etwa 5 cm herausragte. ])urch diesen Schlauch wurde die B~uchh5hle mit 40~oiger Traubenzuckerl5sung langsam und unterschiedlich lunge durchstr5mt.

Um zu vermeiden, dal~ bei gefiillter Bauchh5hle Traubenzuckerl5sung am Schlauch vorbei aus den Schnitten ~blief, wurden die Austrit~?~stellen des Schlauches durch Knopfn~ihte abgedichte~.


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