𝔖 Bobbio Scriptorium
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Experimentell erzeugte Poliosis circumscripta und Papillombildung durch Stickstofflost bei der schwarzen Maus

✍ Scribed by Hermann Königsbauer; Gerhard Thaller


Publisher
Springer-Verlag
Year
1950
Tongue
English
Weight
774 KB
Volume
190
Category
Article
ISSN
0340-3696

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✦ Synopsis


Unsere Kenntnisse fiber die Poliosis eircumscripta (P. c.) beim menschen sind, soweit dies die Entstehung dieser nicht gerade hgufigen Pigmentst5rung am Capillitium betrifft, ziemlich gering. Die grunds~tzliche Ubereinstimmnng der Ansichten fiber den mikroskopischen Aufbau dieses Zustandsbildes divergiert sofort beim Versuch der pathogenetischen Erkl~rung. Denn die ]V[einung, daI~ die Depigmentierung der Haare als Folge einer Abwanderung yon Pigment aus den Itaarbulbi zu deuten sei, liel~ sich nicht aufrechterhalten; es wurde n~mlich in dem umgebenden Gewebe nie mit Sicherheit eine stgrkere Pigmentvermehrung gefunden (iV[cCA~THY). Aueh andere Erkli~rungsversuche, wie StSrungen fermentativer l~atnr befriedigen nicht, da sie experimenteller Stiitzen ermangeln. Es lag daher der Versuch nahe, eine Poliosis bei der ~aus zu erzeugen, um dabei der Pathogenese dieser Depigmentierung n~Lherzutreten, tiler kamen uns die Beobaehtungen verschiedener Autoren gelegen (R%C]~T~R, FELIX), nach denen im Gefolge yon Lostvergtzungen hi,u fig blasse l~arben auftreten. Diese Pigmentschgdigung wollten wir uns insofern zu l~utze machen, als wir beabsichtigten, mit so geringen Xonzentra~ionen yon Lost zu arbeiten, d a ] eine i~arbenbildung unterblieb nnd das Haarwachstum im behandelten I-Lutbereieh ohne wesentliche Einschrgnkung vonstatten ging. Denn nur auf diese Weise konnte, wenn iiberhaupt, eine Poliosis auftreten. Dg uns aus gul~eren Grfinden Loss nicht zu Gebote stand, verwendeten wit ffir die in der Folge dargestellten Versuche Stickstofflost-Base. AnBer der Frage einer durch Stiekstofflost erzeugten Poliosis iiberhaupt, war die auf die Toehterzellen iibertragene Pathobiose zu prfifen, w]e FLUICY u.a. sie bei Lostver~tzungen festgestellt haben. I-Iier gait es vor allem, trotz d e r n u r niedrigen Konzentrationen, einen morlohologisch fal~baren Beweis ffir die fibertragene Pathobiose zu suehen. Schliel~lich wollten wir noeh die nach vielmaliger Pinselung der ttaut mit Stickstofflost auftretenden Ver£nderungen der Hant nntersuchen. Archly f. Dezmatologie u. Syphilis. Bd. 190.