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(experimentell bearbeitet von ROSEMARIE FLITSCH). Über den Reaktionsmechanismus der Glykosidbildung aus α- und β-1-Fluor-Derivaten derD-Glucose undD-Mannose

✍ Scribed by Micheel, Fritz ;Klemer, Almuth


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1958
Tongue
English
Weight
283 KB
Volume
91
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


Abstract

Während die α‐1‐Chlor(bzw. ‐Brom oder ‐Jod)‐Derivate der Aldosen nach der Koenigs‐Knorr‐Reaktion normalerweise β‐Glykoside geben, wird bei den α‐ oder β‐1‐Fluor‐Derivaten mit Alkalimethylat entweder ein Glykosid der gleichen Konfiguration erhalten (Fall A), oder es entsteht ein Glykosid der entgegengesetzten Konfiguration (Fall B). Fall A tritt ein, wenn Fluoratom und Substituent am C‐2‐Atom in trans‐Stellung stehen und sich intermediär ein Dreiring (Äthylenoxyd oder Äthylenimin) bilden kann, der anschließend mit Alkoholat in trans‐Stellung geöffnet wird. Fall B tritt ein, wenn eine solche Ringbildung unmöglich ist, z. B. bei cis‐Stellung von Fluoratom und Substituenten am C‐2 oder bei Blockierung des letzteren.