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ESI-Fourier-Transform-Ionenzyklotronresonanz-Massenspektrometrie (ESI-FT-ICR-MS) – schnelle höchstauflösende Analytik für kombinatorische Verbindungsbibliotheken

✍ Scribed by Tilmann B. Walk; Axel W. Trautwein; Hartmut Richter; Günther Jung


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1999
Tongue
English
Weight
108 KB
Volume
111
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Die Testsysteme für die Wirkstoffsuche sind in hohem Ausmaû automatisiert und auf zuverlässige Erkennung einer In-vitro-Wirksamkeit bei geringstem Probenverbrauch ausgelegt (Hochdurchsatz-Screening). Verbindungskollektionen für das Massenscreening werden heute mit Methoden der kombinatorischen Chemie hergestellt. [1, 2] Die parallele Herstellung hunderter und tausender Verbindungen pro Tag ist Stand der Technik (Hochdurchsatz-Synthese). Aufgrund dieser Entwicklungen bestand die Notwendigkeit zur schnellen Charakterisierung der Verbindungen (Hochdurchsatz-Analytik). Eine Steigerung der Effizienz der ¹Off-beadª-Analytik durch ESI/MALDI-TOF/Quadrupol-MS [3, 4] und Umkehrphasen-HPLC [5] sowie der ¹On-beadª-Analytik durch NMR- [6] und FT-IR-Spektroskopie [7] wurde rasch erreicht. Bisher weniger verbreitete Methoden wie FT-IR-Mikroskopie erlauben sogar die simultane ¹On-beadª-Analyse polymergebundener Substanzkollektionen auf hunderten von Harzkörnern. [8] Die FT-ICR-Massenspektrometrie [9] setzt bezüglich Effektivität, Aussagekraft und Probenverbrauch neue Maûstäbe. In Abbildung 1 sind die Messungen einer durch organische Festphasensynthese erhaltenen Verbindung [10] mit ESI-Quadrupol-(A) und ESI-FT-ICR-Massenspektrometrie (B) überlagert dargestellt. Die ESI-FT-ICR-Messung ergibt eine um den Faktor 550 höhere Massengenauigkeit (A: d 221 ppm; B: d 0.4 ppm). Die Differenz zwischen berechneter und gemessener Masse der FT-ICR-Messung entspricht in diesem Beispiel demnach 0.00018 Da. Die Auflösung ist dabei um den Faktor 15 besser als bei der vergleichbaren Messung mit Quadrupol-Analysator (A: 4500; B: 70 000). Die FT-ICR-Messung wurde im Breitbandmodus mit einem gescannten Massenbereich von 1400 Da aufgenommen. Dieser Meûmodus ist nicht auf höchste Auflösungen ausgelegt; dennoch wurde eine Auflösung von 70 000 erhalten. Die entsprechende Messung im Hochauflösungsmodus bei einem gescannten Massenbereich von 100 Da ergab eine Auflösung von 350 000 (Daten nicht gezeigt). Die Probenmenge zur Durchführung der FT-ICR-Messung ist 10mal geringer als die bei der Quadrupol-Messung (A: 40 pmol; B: 4 pmol). Die sich aus der mittleren Genauigkeit