Ergebnisse mit einer neuen histochemischen Methode zur direkten, intraoperativen Bestimmung der Vitalität des Schenkelkopfes bei der medialen Schenkelhalsfraktur
✍ Scribed by P. Brücke; F. Kaufmann; H. Vagacs
- Publisher
- Springer
- Year
- 1967
- Tongue
- English
- Weight
- 325 KB
- Volume
- 62
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Ergebnisse mit einer neuen histochemischen Methode zur direkten, intraoperativen Bestimmung der Vitalit~it des Schenkelkopfes bei der medialen Schenkelhalsfraktur* t 3. BROCKE, F. KAIY]~MANN und H. VAOACS I. Chirurgische Klinik (Vorstand: ProLDr. P. FucaSlO) und Pathologisch-Anatomisches Institut der Universitiit Wien (Vorstand: Prof. Dr. tI. CHIAI~I) Eingegangen am 8. Mgrz 1967 Bei der medialen Sehenkelhalsfraktur kommt es nach wie vor trotz verbesserter operativer Technik in 15--30% aller F/~lle zur Kopfnekrose. Die Diagnose dieser Komplikation wird h~ufig erst 1, manehmal sogar erst 2 Jahre nach dem Unfall im gSntgenbild sichtbar. Die Therapie dieser h/~ufigen Komplikatiotien besteht im prothetisehen Ersatz des Kopfes dureh eine Vitalliumprothese. Die relativ guten Ergebnisse und die tt~ufigkeit der Kopfnekrose haben in den letzten gahren an einigen Stellen zu foreierter Anwendung der Methode anch sehon als primgre Versorgung besonders bei/ilteren Leuten geffihrt. Es kommt jedoeh aueh bei Anwendung der Prothese zu oft sehr erheblichelt Komplikationen; es gibt noch keine Ergebnisse fiber Langzeitresultate, weshalb man mit der Indikation zur Prothese zurfiekhaltend sein sollte. Die Pathogenese der Kopfnekrose ist heute im wesentlichen gekl~rt" Durch Anwendung yon Untersuehungsmethoden, die die Durchblutung des Kopfes messen, hat sich gezeigt, daft nicht durchblutete KSpfe hgufiger Ms gut durchb]utete der Nekrose anheimfallen (HIILTH; ROOK; TUCKER). Diese Erkenntnis wurde mit Hflfe der Arteriographie (BRwGG~t~; Mol~rsI et ah ; RooK), den verschiedenen Methoden der Isotol0enradiographie (Jo~NNso~; TUeKEI~; LAI~o-FEt~GtlSO~), der besonders einfachen Phlebographie (DE HAAS et al. ; H~,RZOG; HIJLTH; JOHAS~SO~; ROOK) sowie der intramedull~ren Druekmessung (ST~I~ u. Mol~o~) oder mit Hilfe der Messung der 02-Spannung (WooDHovsE) gewolmen. Mit keiner dieser Methoden kalm jedoch im Einzelfall wghrend der Primgroperation eine genaue Aussage fiber das Sehieksal des Kopfes gemaeht werden, da die exakteste aller dieser Methoden immer noch eine Fehlerquelle yon 20% hat. Die Vitalit/~t wird bei diesen Methoden aueh nur indirekt fiber den Umweg der Durehblutung gemessen. Es ergibt sich daraus, dab mit keiner dieser Methoden eine Indikation zur Primgrprothese geste]lt werden kann.
Unser Anliegen war es daher, nach eilter Methode zu suchen, mit deren Hilfe wdihrend der Erstoperation einfach und auf direktem Wege die Vitalit/~t bestimmt werden k6nnte, um im gegebenen Fall primgr den Kopf zu entfernen und ihn durch eine Prothese zu ersetzeti. Der histologisehe Schnellschnitt hat in dieser Beziehung versagt, da bei normaler F/£rbung die Nekrose erst sehr sp/~t zu erkennen ist. Erst die Methoden der Fermenthistochemie haben tins einen Fingerzeig gegeben: Die oxydierenden Fermente des Ionentransportes in der Atmungskette versehwinden sehon relativ frfih nach Sistieren der Zh'kulation aus den Zellen. Es
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