𝔖 Bobbio Scriptorium
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Entwicklung einer niedrigschmelzenden Legierung und deren Applikation zum Korrosionsschutz hochfester Stähle

✍ Scribed by V. Merklinger; B. Wielage; Th. Lampke; S. Steinhäuser; C. Strobel


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2008
Tongue
English
Weight
181 KB
Volume
39
Category
Article
ISSN
0933-5137

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✦ Synopsis


Abstract

Neben Zuverlässigkeit und Qualität sind vor allem Fahrzeugsicherheit und Wirtschaftlichkeit entscheidende Kriterien für den Automobilhersteller. Der Korrosionsschutz spielt dabei eine herausragende Rolle, da hierdurch die Lebens‐ und Gebrauchsdauer erhöht wird.

Mit der Bereitstellung höchstfester Stahlqualitäten stehen Werkstoffe zur Verfügung, die auf Grund ihrer mechanischen Eigenschaften ein hohes Leichtbaupotenzial sowie ein sehr gutes Energieabsorptionsvermögen aufweisen. In Verbindung mit der Möglichkeit der Warmformgebung sind sie damit prädestiniert für die Herstellung komplizierter, beanspruchungsgerechter Formen im crashrelevanten Karosseriebereich. Der Einsatz dieser Stahlqualitäten erfolgt bislang in Strukturbauteilen, die mit einem Schmelztauchüberzug aus FeAl7, sog. Usibor, vor Korrosion geschützt sind. Jedoch besteht zurzeit keine serienreife Lösung für den nachträglichen Korrosionsschutz von bereits warmumgeformten Bauteilen. Deshalb wurde ein Korrosionsschutzsystem auf Basis des herkömmlichen Schmelztauchverzinkungsprozesses entwickelt und appliziert.

Zunächst wurde das Entfestigungsverhalten des höchstfesten Substrats 22MnB5 analysiert. Anschließend wurde ein Legierungssystem entwickelt und appliziert. Die so entstandenen Korrosionsschutzschichten wurden hinsichtlich ihrer Struktur und des Korrosionsschutzpotenzials charakterisiert. Im Ergebnis tritt eine deutliche Verbesserung des Korrosionsverhaltens ein.