Entwicklung einer Kohlendioxid-Dosiereinrichtung unter Druck für den Laboreinsatz
✍ Scribed by Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Heinrich Wilhelm Gudenau; Priv.-Doz. Dr.-Ing. Klaus Guntermann; Dipl.-Ing. Klaus Richter; Dipl.-Ing. Edgar Dammermann
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1989
- Tongue
- German
- Weight
- 477 KB
- Volume
- 61
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-286X
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✦ Synopsis
Der begrenzte Entolungsgrad vieler Lagerstatten (vor allem von Schwerollagerstatten) erfordert die Anwendung von Flutmedien, die die Viskositat des Erdols erniedrigen bzw. seine Mobilitat erhohen. Hierzu zahlt zum Beispiel das Verfahren des Dampfflutens. Eine weitere Produktionsverbesserung kann durch Zumischen geringer Molanteile Kohlendioxid zum Dampf erzielt werden. Derartige Verfahren werden im LabormaBstab erprobt bzw. optimiert. Hierfiir war der Einsatz einer Adage zur Dosierung kleiner Mengenstrome von CO, unter hohem Druck erforderlich. Die Dosierung des Kohlendioxids bei den vorliegenden ProzeBdriicken von 25 bis 100 bar bereitet aufgrund seiner thermodynamischen Eigenschaften bzw. der Lage des Zweiphasengebietes Schwierigkeiten. 1 Eigenschaften von Kohlendioxid Mit einem Realgasfaktor Z = 0,995 bei Umgebungszustand kann Kohlendioxid noch als ideales Gas betrachtet werden. Unter erhohtem Druck zeigt es jedoch zunehmend reales Verhalten und verfliissigt sich bereits bei Umgebungstemperatur (ps = 45 bar bei 15 "C; ps = 64 bar bei 25 "C).
In der Umgebung des kritischen Punktes (74 bar, 31 "C) sind die Zustandslinien stark deformiert. Die thermodynamischen GroBen unterliegen in diesem Bereich bereits bei kleinen Temperatur-und Druckschwankungen starken bderungen, so daB ihre eindeutige Bestimmung unsicher ist. Dies gilt insbesondere fur die Dichte, die zur Berechnung des Massenstroms benotigt wird. Wegen des geringen Kondensationsdruckes bei Umgebungstemperatur wird das Kohlendioxid vorwiegend als Fliissiggas im Dampfgleichgewicht geliefert. Grundsatzlich bietet sich daher die Moglichkeit, das Medium als Sattdampf (an der Verfliissigungskurve) oder als Fliissigkeit (an der Verdampfungskurve) zu entnehmen.
2 Problematik der Dosierung
Bis auf wenige Ausnahmen erfolgt die Dosierung von Mengen-bzw. Massenstromen durch Steuerung eines Volumenstroms unter gleichzeitiger Erfassung der Dichte. Die Dichte kann aber nur dann mit geringem Aufwand genau bestimmt werden, wenn der Zustand des Mediums in einem Bereich weitgehend idealen Verhaltens liegt, also in ausreichender Entfemung vom Zweiphasengebiet. Aufgrund der Lage des NaBdampfgebietes beziiglich des ProzeBdruckes bestehen gerade bei Kohlendioxid haufig Unsicherheiten in der Dichtebestimmung.
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