Entwicklung des Gips-Schwefelsäure-Verfahrens nach Müller-Kühne
✍ Scribed by Dr. Hans Kühne
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1949
- Tongue
- German
- Weight
- 464 KB
- Volume
- 21
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-286X
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✦ Synopsis
Es war eiii Verfahren zu finden, aus einheimischern Gips oder Anhydrit Schwefelsaure freizurnachen. Hierzu wurde in Leverkusen ouf Grund von Versuchen eine technisch brauchbare Methode entwickelt, urn durch Erhitzen eines Gernisches voii Calciumsulfat, Ton und Kohle schweflige Saure auszutreiben unter gleichzeitiger Gewinnung von Zernent. Vorschlage zur Freimachung von Schwefelsaure aus Calciumsulfat Als nach Br,giiiIi t1t.s ersten Weltkrieges Deutschland von der Zufuhr ausl;indisci~er Schwefelkiese fast vollig abgeschnitten wurde, begdnnen dii vielen Stellen in Deutschland Versuche, ails den Sulfaten c i v i Erclalkalimetalle die Schwefelsaure frei zu machen, well dds einzige bedeutende Schwefelkieslager Deutschlands i n Meyqcn r i n d [iie Zinkblendevorkommen den betrachtlich steigenden Bedarf iiic.ht decken konnten. In erster Linie kam Calciumsulf~~t i n F t ~i n i von Gips oder noch besser in Form von Anhydrit, rler vrrschiedenen Gegenden Deutschlands groRe Lager bildet, i n 8t Iidcht. Eine Austreibung der Schwefelsaure dllein (1 II r I 11 Ii I I z I' kain nicht in Frage, weil die Zersetzungs-tem1)eraturi.n eiei t:rcf:ilkalisulfate zu hoch liegen. Von den anderen Mijglichkeitvn ( l i t : Schwefelsaure freizumachen, die schon in cier Literdtur't C I w ~~t i i i t waren, wurden zweiim groReren MaRstab bzw. in /risur,lisai!ldgen erprobt. Das eine in einer GroRanlage in Neckarziminc.rn tlurchgefuhrte Verfahren wollte durch Niec!erschmclzen v o i i Gips mit Quarz und Kohle in Hochofen die Schwefelsaiire ~I S 50: odcr S austreiben. Das andere Verfahren wollte durch Abrosien eines Gemisches von G i p s u n d K o k s die Schwc:fclsltni I' (I Is SO, austreiben. Beide Verfahren scheiterten im wesentlichen d,irCin, daR es nicht gelang, nur Schwefel oder schweflige Siitirc, jr:i rlrhalten, sondern daR den Ofen ein Gasgemisch entwicli, ilas neben den Verbrennungsgasen der Kohle auch noch SCIIM ( l f i . 1 , schweflige Saure, Kohlenoxysulfid enthielt kind das wtTtlcr l L i die Gewinnung voii Schwefel noch Mr die Vcrwenduna in! Xontaktofen oder im Kammerverfahren gebraucht we!-den koiinle. Eincr Friedensverwendung hatte die kalkulatorischr Scitc entgegengestanden, weil die erhaltenen Schlacken bzw. ilas C'alciumoxyd unverwendbar waren.