Elementare Berechnung der Sternschnuppenbahnen um die Sonne
✍ Scribed by Prof. Dr. G. D. E. Weyer
- Book ID
- 102754165
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1886
- Tongue
- English
- Weight
- 1020 KB
- Volume
- 115
- Category
- Article
- ISSN
- 0004-6337
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✦ Synopsis
Es sind schon bei verschiedenen Gelegenheiten, nament. lich auch in Hegleitung der niitgetheilten Beobachtungen der beiden letzten grossen Sternschnuppenfalle von I 8 7 z und 1885, die einzelnen Resultate iiber die wahren Rahnen der Sternschnuppen von den Astronomen bekannt gemacht worden, doch scheint iiber das angewandte Rechnungsverfahren bisher noch wenig allgeniein Zugangliches veroffentlicht zii sein. Selbst Schiaparelli fand in seinem geschatzten Werke *) iiber die Sternschnuppen keinen Raum dafur und bemerkt nur, dass er sich bei der Bahnbestimmung einer ,ahnlIchen Nethode bedient habe, wie sie von Erman **) im Jahre 1 8 3 9 angewandt wurde. In einer fast gleichzeitig mit der italienischen ersten Ausgabe von Schiaparelli's be-,riihniteni Buche reroffentlichten grossen wissenschaftlichen itbhandlung ***) von Prof. Weiss wurde bn Erman's Methode ausgesetzt, dass sie eine fur die praktische Rechnung wenig vortheilhafte Form habe, und daher eine *tbanderung derselben in einer iibersichtlicheren Gestalt vorgetragen. In ahnlicher Weise hat Prof. r. Oppolzer in seinem neuen Lehrbuche f) sich der Bearbeitung dieses Gegenstandes unterzogen, auch das Verfahren, beschrankt auf parabolische Bahnen, mit einem ausfuhrlich berechneten Beispiele begleitet. Die neueste, mir bekannt gewordene, specie11 dem 'Gegenstande gewidmete Schrift ist von Herrn Dr. R. Lehmann-Filhes.$j-) Sie beriicksichtigt auch die elliptischen Bahnen wieder und schliesst nur die hyperbolischen aus. Ich habe indessen geglaubt, die Rechnung s.eIbst fur hyperbolische Bahnen nicht uberqehen zu diirfen, weil unter den Meteoren sich bisher die einzigen Falle gefunden haben, wo Hinimelskorper entschieden auch hyperbolische Bewegungen zeigten, die sich weit von der Parabel entfernten.
Die gegenwartige Bearbeitung des vorliegenden Gegenstandes wird nur insofern als gerechtfertigt erscheinen konnen, als es gelungen ware, den Plan einer durchweg elementaren Darstellung moglichst iibersichtlich auszufiihren. Die historischen Bemerkungen werden zu nieinem Bedauern noch unxollstandig sein, und namentlich die hohen Verdienste der *) Entwurf einer astrononiischeii Theorie der Sternschnuppen.
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