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Elektrizitätserzeugung mit einem Wirkungsgrad von 85% durch den Einsatz der Gasturbine als Frischlüfter vor Industriekesseln

✍ Scribed by Dipl.-Ing. Rudolf Steinegger


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1981
Tongue
German
Weight
528 KB
Volume
53
Category
Article
ISSN
0009-286X

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✦ Synopsis


Die Gesamtanlage wird in drei Stufen gebaut. Die erste wurde im November 1980 nach einjahriger Bauzeit in Betrieb genommen und arbeitet zufriedenstellend. Die gewahlte Verfahrensweise gestattet es, durch Vorwarmen des gesamten Riicklaufes des Fernheiznetzes die angebotene Abwarme in flexibler Weise nutzbringend unterzubringen. Lediglich fur den Fall, daD die aus Abwarmen erreichten Temperaturen zur Vollversorgung nicht ausreichen, muD mit Frischenenergie eine Leistungsspritze aufgebracht werden. Heute wird diese Spitze durch 01oder Gasfeuerung nachgefahren. Mit Fertigstellung des GroDprojektes ,,Fernwarmeschiene West" wird der Spitzenbedarf iiber einen Warmeaustausch durch diese Quelle aufgebracht. 3 Wirtschaftliche Gesichtspunkte Trotz der gestiegenen Energiepreise ware das Projekt ohne staatliche Forderung heute noch nicht rentabel. Neben den weiter steigenden Energiepreisen muB jedoch in Betracht gezogen werden, daD die BaumaDnahmen infolge der Anpassung an eine existierende Chemieanlage aufwendiger gewesen sind, als dies bei integrierter Planung im Rahmen einer Neuanlage der Fall gewesen ware. Insgesamt gesehen hat sich die Warmebilanz von Schwefelkies-Rostung und Saureproduktion deutlich verbessert. Die bisher erreichte Energieausbeute von 54,6% verbessert sich rnit dem Endausbau im Jahr 1982 auf knapp 70%. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist die Anlage schon heutealsrentabel zu betrachten, wie nachstehend vereinfachte Rechnung zeigt : Gesamtaufwand fur Warmeauskopplung und Transport 44 Mio. DM ./. zusatzliche Steuereinnahmen fur Lander und Gemeinden') 20 Mio. DM Nettoinvestition 24 Mio. DM 3 Vorschaltung von Gasturbinen vor bestehende Kesselanlagen Bestehende Gegendruck-Dampfturbinenanlagen erfahren durch die Vorschaltung einer Gasturbine eine Aufwertung, la& sich doch Wirkungsgrad der zusatzlichen Elektrizitatsproduktion 1.70% ; Wirkungsgrad der zusatzlichen Elektrizitat_sproduktion : 85%.