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Electrencephalographische Untersuchungen über den Schlaf des Säuglings

✍ Scribed by H. W. Kirchhoff; B. FrÖhlich


Publisher
Springer-Verlag
Year
1952
Tongue
English
Weight
840 KB
Volume
189
Category
Article
ISSN
1433-8491

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✦ Synopsis


Der Schlaf des S/~uglings weicht in seinem physio]ogischen Ablauf in mancher Hinsicht yore Schlaf des Erwachsenen und/ilteren Kindes ab. Die Schlafdauer ist weitgehend vom Lebensa]ter abh/ingig; je jfinger ein Kind ist, um so 1/~nger schl/ift es. W/~hrend der Erwachsene und das/iltere Kind nut eine~ Wechsel zwischen Sehlafen und Wachen durchmachen, finden wir beim S/iugling innerhalb yon 24 Std mehrere Schla/perioden yon etwa 3--4 Std Dauer,' denen sich jeweils ein kurzes Wachintervall anschliel]t. Dieses ScMafverhalten wird yon SZYMAXSKI als polyphasisch bezeichnet. Erst allm/~hlich erfolgt ein Angleichen an den monophasischen Ablauf der sp~teren Lebenszeit. Cz~xr hat schon 1896 den Verlauf der Tiefe des Schlafes mitte]s elektrischer Weckreizbestimmungen ermittelt. Er land, dab ein Gilofelpunkt gesetzm~Big ira Laufe yon 3/4--1 Std erreicht wird. Der Unterschied im Schlafverhalten eines ~lteren zu dem eines jfingeren S/~uglings besteht nur in der unterschiedlichen L/inge des absteigenden Schenkels der Schlaftiefenkurve. CzE~u land auBerdem, dab die einzelnen Schl~fperioden einen verschieden ausgepr/igten Schlafgipfel zeigen, so weist im Verlauf einer ~Nacht die 2. Schlafperiode ein niedrigeres Maximum auf als die vorangehende. Die bei ~lteren Kindern im monophasischen Schlafablauf nachgewiesene Zweigipfelrhythmik der Schladtiefe ffihrte zu der Folgerung, dab sich deren Schlafablauf aus den beiden Abschnitten zusaznmensetzt, die beim S/iugling noch einzeln vorkommen.

Diese Feststellungen haben bis heute ihre Gfiltigkeit bewahrt, denn die modernen Schlaftiefenbestimmungen, die feinere Schwankungen erfassen und vor allem fortlaufende Bestimmungen zulassen, sind in der methodischen Durchffihrung zu schwierig, um im Kindesalter Anwendung zu finden.

Erst die Electrencephalographie zeigt MSglichkeiten auf, unsere Kenntnisse fiber den Schlafverlauf zu erweitern. LooMIs, tt~vEy, HOB~T u.a. stellten lest, dab die Hirnstromkurve w~hrend des


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