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Eisenoxydierende, stäbchenförmige Bakterien II. Quantitative Untersuchungen zum Stoffwechsel und zur Eisenoxydation mit Eisen(II)-oxalat

✍ Scribed by Dr. K.-H. Kullmann; Prof. Dr. R. Schweisfurth


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2007
Tongue
English
Weight
485 KB
Volume
18
Category
Article
ISSN
0233-111X

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✦ Synopsis


Eisenoxydierende, stabchenformige Bakterien 11. Quantitative Untersuchungen zum Stoffwechsel und zur Eisenoxydation mit Eisen(I1)-oxalat K.-H. KULLMANN und R. SCHWEISFURTH (Eingegangen am 14. 4. 1977) Die von SCHULZE (1973) isolierten, auf Eisenoxalatmedium mit braunen Kolonien wachsenden Bakterien, St. 31 (iihnlich Pseudomonas denitrificans) und St. 68 (Protaminobacter ruber) wurden auf ihren Stoffwechseltyp hin untersucht. Dabei konnte keine autotrophe Lebensweise nachgewiesen werden. Die untersuchten Bakterien gehoren zur Gruppe der heterotrophen Bakterien, die Eisen indirekt durch Verwertung der organischen Komplexbildner oxydieren, ohne die bei der Eisenoxydation freiwerdene Energie zu nutzen. Pseudomonas denitrificans gehort nach BERQEY (1974) zu den nicht identifizierten Arten und Stiimmen, Protaminobacter ruber ist nach BERQEY (1974) wahrscheinlich identisch mit Bacillus extorquens (BASSALIK 1913).

Die Frage nach der Art und der Redeutung der Eisenoxydation fur die Bakterien ist seit Beginn der Bearbeitung dieser Gruppe gestellt worden. Nur fur Thiobacillus ferrooxidans konnte bisher eine autotrophe Lebensweise nachgewiesen werden. Weitgehend ungekliirt blieb dagegen der Stoffwechsel anderer Organismen (Gallionella, Chlamydobakterien, Siderocapsaceen).

Von Standorten, die Fe(I1) und Fe(II1) enthalten, konnten Bakterien isoliert werden, die auf Eisenoxalatmedium mit rostbraunen Kolonien wachsen und bei deren Stoffwechsel eine Beteiligung der Eisenoxydation zu vermuten war (SCHULZE u. SCHWEISFURTH 1975). Zwei der von SCHULZE u. SCHWEISFURTR isolierten Stiimnie wurden daher weitergehend auf ihren Stoffwechseltyp hin untersucht. Letztlich sollte eine Einordnung zur autotrophen oder heterotrophen Lebensweise moglich sein und eine Aussage uber die Art der Eisenoxydation gemacht werden.

Material und Methoden

Die fur Kultivierung und Versuche verwendeten Chemikalien sind, wenn nicht snders angegeben, MERCK-p. a.-Priiparate. Fur Versuche bei konstantem p H benutzten wir Fermenter von BENDER und HOBEIN. Kulturmedien : Zur Haltung der Reinkulturen verwendeten wir Fleischextraktagar und ein synthetisches Grundwasser (SCEWEISFURTH 1972), dem 500 mg/l FeC,O, * 2 H,O = 155 mg/l Fe(II), 50 mg/l Hefeextrakt (OXOID) und 10 g/l Agar-Agar zugesetzt wurden. Eisenoxalat wurde trocken autoklaviert und dem sterilen Medium zugesetzt. Das synthetieche Grundwasser hat folgende Zusammensetzung: NH4CI 10 mg, Ca(NO,), . 4 H,O 50 mg, CaCI, -2 H,O 10 mg, MgSO,


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Eisenoxydierende stäbchenförmige Bakteri
✍ Dr. H. Schulze; R. Schweisfurth 📂 Article 📅 2007 🏛 John Wiley and Sons 🌐 English ⚖ 648 KB

## Abstract Auf Medien mit Fe(II)oxalat wurden aus verschiedenen Standorten mit Eisenoxydation und aus Anreicherungskulturen __Protaminobacter ruber__ und __Pseudomonas__‐Arten isoliert, die durch Eisenoxide braun gefärbte Kolonien bildeten. Bei Anreicherungskulturen in cylindrischen Gefäßen konnte