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Einwirkung von Gamma- und Neutronen-Strahlung auf Arzneistoffe

✍ Scribed by Prof. Dr. Dr. h. c. K. E. Schulte; G. Henke


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1973
Tongue
English
Weight
769 KB
Volume
306
Category
Article
ISSN
0365-6233

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✦ Synopsis


Abstract

Gamma‐ und Neutronenstrahlung löst bei vielen Arzneistoffen in wäßriger Lösung Abbaureaktionen aus, die zu einer größeren Zahl von Folgeprodukten führen. Die Abnahme des Gehalts wäßriger Lösungen verläuft meist linear mit der eingestrahlten Dosis und ist unabhängig von der Dosisleistung der Strahlung. Ein Zusatz von Na~2~S~2~O~5~ ermöglicht meist keine wirksame Stabilisierung der Lösungen gegenüber ionisierender Strahlung. Bei der Gamma‐ und Neutronenbestrahlung von kristallinen Arzneistoffen, die oft zu einer Verfärbung der Substanzen führt, konnte nur in wenigen Fällen ein geringfügiger Abbau nachgewiesen werden. Neutronenstrahlung induziert eine Radioaktivität insbesondere in solchen Substanzen, die Na, K, P, Ca, S und Br als Bestandteile ihres Moleküls (nicht als Spurenelemente) enthalten. Für die Abschätzung der noch zu tolerierenden Aktivität dieser Arzneimittel unter Notstandsbedingungen wird vorgeschlagen, die MZK~NOT~ für Trinkwasser (200 μC) zugrunde zu legen. Für eine n‐Dosis von 3.10^13^n/cm^2^ liegt die berechnete Aktivität der therapeutischen Tagesdosis der meisten Arzneistoffe unter diesem Richtwert; eine Ausnahme bilden die Infusionslösungen, deren Na^24^‐Aktivität jedoch relativ rasch abklingt.


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