Einige Versuche über das Verhalten klarer alkalischer Chlorkalklösungen in der Wärme
✍ Scribed by Schlieper, Gust.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1856
- Weight
- 393 KB
- Volume
- 100
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Durch die grolse Verschiedenheit der Angaben uber die Zersetzungen des Chlorkalks beiin Kochen seiner Losungen fand ich mich veranlafst, einige Versuche uber das Verhalten derselben zu machen.
Die angewandten Losungen wnrden erhalten durch Einleiten von Chlor in uberschiissige Kalkmilch und Decantiren der klaren Flussigkeit. Die Versuche wurden mit klaren alkalischen Losungen gemacht, weil diese die meiste Anwendung in der Praxis finden.
G a y -L u s s a c beobachtete schon, dafs wenn sich die Flussigkeit beim Einleiten yon Chlor erhitze , Sauerstoff frei werde, unter gleichzeitiger Bildung von Chlorsauresalzen , zugleich zeigte er, dars durch Ueberschufs von Chlor 2 bis 3 pC. des Sauerstoffs der unterchlorigen Saure frei wiirden; er schlagt delshalb vor, 6 Aeq. Chlor in ' 7 Aeq. Kalilauge zu leiten. Zugleich bemerkte er, dals je alkalischer die Losung ist, desto grofser auch die Menge des in der Warme entwickelten Sauerstoffs wird; so hat er festgestellt, dab in einer Losung, in der 1 Aeq. KaIi a d 1 Aeq. unterchlorige Saure kommt, bei 1000 13 pC. des vorhandenen Sauerstoffs frei werden,in einer Losung dagegen, in welcher 4 Aeq. Kali auf 1 Aeq. unterchlorige Saure kommen, 36 pC. Sauerstoff entweichen. M o r i n giebt an, dafs beim langeren Kochen von Chlor-kalkl6sungen 12 Aeq. Sauerstoff frei werden, wahrend 17 Aeq. Chlorcalcium und 1 Aeq. chlorsaurer Iialk gehildet werden.
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