𝔖 Bobbio Scriptorium
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Einige elektronenmikroskopische Beobachtungen an Vacuolaria virescens Cienk.

✍ Scribed by Koch, W. ;Schnepf, E.


Publisher
Springer-Verlag
Year
1967
Weight
710 KB
Volume
57
Category
Article
ISSN
0003-9276

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✦ Synopsis


Eingegangen am 23. Februar 1967

Die Chloromonadophyceen bilden eine relativ einheitliche und bislang systematisch sehr isoliert stehende Phytoflagellatengruppe. Die Kenntnis ihrer Feinstruktur ist eine der Grundlagen ffir die erneute Diskussion ihres taxonomisehen Anschlusses (C~AI~MAN U. ItAXO, 1966). In einer vorausgegangenen Arbeit wurde fiber die pulsierenden Vaeuolen yon Vacuolaria virescens berichtet (Sc~EPF U. KOCH, 1966, dort aueh Methodik und weitere Literatur).

Xhnlieh wie Xanthophyeeen, Chrysophyeeen, Bacillariophyeeen, Phaeophyeeen und Dinophyeeen (UEDA, 1961; G~B~S, 1962; GgEEN-WOOD, 1964) hat Vacuolaria Plastiden mit groBfl/~ehigen, sieh gelegentlieh gabelnden Membranstapeln, die sehr gleiehm~Big aus drei Thylakoiden bestehen (Abb. 1). Diese k6nnen in periphere, parallel zur Oberfl/s verlaufende ,,Gfirtelthylakoide" einmfinden. Wie bei den meisten der eben genannten Algengruppen sind auch bei Vacuolaria virescens, zumindest stellenweise, die Plastiden yon einer Zisterne des endoplasmatischen l~eticulums umgeben, die dieht der Plastidenhfille anliegt. tt/~ufig grenzen sic --nur yon einem sehr sehmulen Plasmasaum eingeh/illt --mit einem grol]en Teil ihrer Fl~ehe an Vaeuolen. Pyrenoide fehlen.

Die Mitochondrien sind tubul/~r (Abb. 1) und gleiehen so denen der Xanthophyceen, Chrysophyceen und Phaeophyceen (LEEDALE, MEEUSE U. PX~INGSHEnV~, 1965). Triehoeysten kommen nieht vor, wohl aber enthalten besonders die peripheren Plasmapartien ,,metachromatische Abb. 1.