𝔖 Bobbio Scriptorium
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Einige beobachtungen �ber die h�henstufen-differenzierung der m�hwiesen in der mediterranen quercus ilex-stufe von montpellier

✍ Scribed by Hundt, Rudolf


Publisher
Springer-Verlag
Year
1961
Tongue
English
Weight
926 KB
Volume
10
Category
Article
ISSN
1573-5052

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✦ Synopsis


W~ihrend eines Studienaufenthaltes in der Station Internationale de G6obotanique M6diterran6enne et Alpine in Montpellier hatte ich auf mehreren Exkursionen in die Umgebung von Montpellier und in die Stid-Sevennen Gelegenheit, u.a. einige Beobachtungen tiber die H6henstufen-Differenzierung der M~ihwiesen in der Mediterran-Region dieses Gebietes anzustellen. Herin Prof. Dr. BRAuN-BLA~QUET m6chte ich an dieser Stelle ftir die Einftihrung in die Mediterranvegetation der Provence und ftir die zahlreichen vegetationskundlichen Anregungen recht herzlich danken. Mein Dank gilt auch Herrn Prof. Dr. MeusEL, der durch seine Fiirsprache den Studienaufenthalt erm6glichte. I. DER VEGETATIONSCHARAKTER DES MEDITERRAN-GEBIETES UM MONTPELLIER Zwischen der Litoralzone bei Palavas, stidlich yon Mor~tpellier, mit ihrer reichen Dfinenvegetation an der Mittelmeerktiste und den ausgedehnten halophilen Gesellschaften an den Ufern des Etang de P&ols und den Flaumeichen-W~ldern (Quercetalia pubescentis) der montanen Stufe (5oo-12oo m) der stidlichen Sevennen bildet in einem etwa 40-50 km breiten Streifen der mediterrane, immergrfineQuercus ilex-Wald auf grundwasserfernen Standorten die potentielle nattirliche Vegetation. Er bedeckte vor dem Eingriff des Menschen in recht gleichartiger Zusammensetzung alle Expositionen auf verschiedenen geologischen Unterlagen in der Mediterran-Region der Provence und des Languedoc. Unter dem Schirm von Quercus ilex bilden Pistacea lentiscus, Rhamnus alalernus, Viburnum tinus, Phillyrea media, Clematis flammula, Ruscus aculeatus und einige andere immergrtine Arten eine dichte Strauchschicht. Da eine Reihe dieser Pflanzen die bei 700 m liegende H6hengrenze vonQuercus ilex nicht erreichen, tritt uns imQuercus ilex-Wald eine markante Differenzierung entgegen. Das an mediterranen Arten reiche Q u e r c e t u m g a 11 op r o v i n c i a 1 e besiedelt die tiefen Lagen der Region mit Nieder-schl~igen tiber 500-600 mm bis zu einer H6he yon etwa 200-30o m. In den Bergen yon Bouquet am Herault erreicht die Gesellschaft sogar 480 m (BRAuN-BLANQUET, o. J. S. 233). Im mediterranhumiden Klimagebiet tiber 300 m mit Niederschliigen yon 14oo mm und mehr wird sie vom Quercetum m editerraneo-montanum abgel6st. Wfirmeliebende mediterrane Arten, wie Pistacia lentiscus, R~amnus alaternus, *) Manuskript eingegangen am. 5. V. 196o.