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Einige Aspekte zur Biosynthese von Vitamin B12 bei der biologischen Reinigung von Industrieabwässern II. Der Einfluß bestimmter Milieubedingungen auf das Verhältnis zwischen Hefen und Bakterien und die Biosynthese von Vitamin B12

✍ Scribed by K. Sattler


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2007
Tongue
English
Weight
553 KB
Volume
3
Category
Article
ISSN
0233-111X

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✦ Synopsis


Institut fur Verfahrenstechnik der organischen Chemie, Leipzig 0 5, PermoserstraBe 15, Forschungsgemeinschaft der naturwissenschaftlichen, technischen und medizinischen Institute der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin Einige Aspekte zur Biosynthese von Vitamin B,, bei der biologischen Reinigung von Industrieabwassern 11. Der EinfluB bestimmter Xilieubedingungen auf das Verhaltnis zwischen Hefen und Bakterien und die Biosynthese von Vitamin B,, K. SATTLER*) (Eingegangen a m 8.2.1962)

I . Einleitung

Ober die Nilieubedingungen, die sich aus dem Betrieb einer industriellen Abwasserreinigungsanlage ergeben, wurde bereits berichtet (LEIBNITZ, 1962). Vom Turmtropfkorper bis zu dem Belebtschlammbecken steigt der pH-Wert von etwa 5,5 auf 7,5 an. Die Milieubedingungen verandern sich also in dieser Beziehung zugunsten eines verstarkten Bakterienwachstums. Der entsprechende Anstieg des Vitamin B,-Gehaltes kann als Reaktion auf diese Veranderung gewertet werden. Die biologische Rasenbildung auf der Schlackenfiillung des Turmes fiihrt zu einer standigen Bildung von Autolyseprodukten, die mit dem teilentphenolierten Schtvelwasser (im folgenden kurz ,,Diinnwasser" genannt) mindesten zum Teil in das Belebtschlammbecken ausgeschwemmt und dort im Zuge der intensiven Stoffumsetzungen verbraucht werden. Im Schlammwasser des Turmablaufs sind freie Aminosauren vorhanden, wahrend sie im frischen Schlammwasser des Belebtschlammbeckens nicht nachgewiesen werden konnen. Der Zustrom Ton Autolyseprodukten ist geeignet, auch die Entwicklung von Bakterien und anderen Organismen zu gewahrleisten, die auf skzessorische Substanzen angewiesen sind bzw. die bei Zufuhr solcher Substanzen erst in groDerer Menge Vitamin 3, zu bilden vermogen (SATTLER, 1962).

Fur die Untersuchung dieser Verhaltnisse ist es zweckmaBig, nicht nur die Veranderung des Vitamin B,,-Gehaltes bei Variation bestimmter Nlilieubedingungen zu verfolgen, sondern vor allem auch die Verschiebungen zwischen den beiden wichtigsten Gruppen der schlammbildenden Organismen, den Bakterien als den wichtigsten Vitamin B,,-Bildnern und den Hefen als Organismen, die zur Synthese von Vitamin B,, nicht fahig sind.

II. Methodik

Ais Medium wurde Diinnwasser in verschiedenen Konzentrationen angewandt (Verdiinnung 1:0 bis 1:25). DieMedien wurden mit 0,2 ml kunz. H,PO,/l versetzt, wobei sich in der Regel ein Ausgangs-pH von 5,4 bis 5,5 einstellte. Die Entkeimung erfolgte durch Filtration iiber eine Jenatherm G 5 Filterkerze. Das Wachstum der Hefen und Bakterien wurde auf Bierwurze-Agar (pH 5 , fur Hefen) und Glukose-Bouillon-Agar (pH 7,5, fur Bakterien) kon-*) Die Arbeit ist Bestandteil einer Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultlt der Karl-Marx-Universitlt Leipzig, 1961.


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