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Einfluß von weichem Talsperrenwasser auf die Inhibierende Wirkung von Polycarbonsäuren

✍ Scribed by Dr. rer. nat. D. van Loyen


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1994
Tongue
German
Weight
958 KB
Volume
45
Category
Article
ISSN
0947-5117

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✦ Synopsis


Abstract

Ziel des Projektes war es, den Einfluß von weichem Talsperrenwasser auf die inhibierende Wirkung von Polycarbonsäuren auf unlegierten Stahl, SF‐Cu und AlMgSi0,5 zu untersuchen.

Für die Untersuchungen wurden Kreislaufapparaturen aus Umwälzthermostaten und hintereinandergeschalteten Rohrproben verwendet. Verschiedene Inhibitorgemische wurden in Synthesewässern unterschiedlicher Zusammensetzung und in Talsperrenwasser in Abhängigkeit von der Temperatur und der Strömungsgeschwindigkeit getestet. Für unlegierten Stahl wurden weiterhin Untersuchungen zum Verhalten bei Wärmeübergang durchgeführt.

Auswertekriterium war in erster Linie die flächenbezogene Abtragsrate. Außerdem wurden die Proben visuell begutachtet und metallographisch untersucht.

Polyacrylate und ihre Copolymere allein hemmen die Korrosion von unlegierten Stahl in weichem Talsperrenwasser nicht ausreichend. Durch gleichzeitigen Zusatz von Molybdat und Phosphonat wird ein hervorragender Inhibitionseffekt erzielt. Die weitere Zugabe von Kupferinhibitoren auf Basis Tolyltriazol ermöglicht die Mischinstallation von unlegiertem Stahl, SF‐Cu und AlMgSi0,5 in halboffenen Kreisläufen.

Die Abtragsrate für unlegierten Stahl wurde auf Werte < 0,01 mm/a verringert. Die Abhängigkeit der Abtragsrate von der Temperatur (35/60°C) und der Strömungsgeschwindigkeit (0,5 bis 2 m/s) ist gering. Die Abtragsrate für Kupfer wird auf < 0,0001 mm/a verringert. Für AlMgSi0,5 liegt die Abtragsrate mit und ohne Inhibitor bei 0,003 mm/a.

Bei visueller Begutachtung und metallografischen Untersuchungen ist eine örtliche Korrosion nicht festzustellen.

Das Verhalten von unlegiertem Stahl bei Wärmeübergang vom Metall zum inhibierten Medium ist durch eine Erhöhung der Abtragsrate gekennzeichnet.


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