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Einfluß verschiedener Sauerstoffdrucke auf Ionengehalt und Elektroretinogramm des isolierten Auges von Sommer- und Winterfröschen

✍ Scribed by G. Küchler; J. Neudel; E. Schubert


Publisher
Springer
Year
1960
Tongue
English
Weight
662 KB
Volume
272
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Frühere Untersuchungen über die Funktionsfähigkeit des isolierten Froschauges --gemessen an ERG und Sauerstoffverbrauch --hatten die starke Abhängigkeit vom Sauerstoffgehalt des umgebenden Milieus gezeigt (Kffc~u~R, PILZ, SIC~:]~L u. BAV]~R]~IS~~; SICKEL, BAU~~]~ISEN U. LIm'MANN; BAU~REISEN, L~~MA~~, SCHUBE~T U. SICKEL). Das ERG des isolierten Froschauges besitzt bei einem Sauerstoffdruck von 1 Atm. ein Optimum und erlischt unter N u und 10 Atm. 02. Bei Untersuchungen an Froschaugen ist weiterhin aufgefallen, daß auch bei optimaler Sauerstoffversorgung jahreszeitliche Unterschiede in der Stabilität des Elektroretinogramms vorhanden sind. Die Membrantheorie bringt das elektrische Verhalten erregbarer Gewebe in engen Zusammenhang mit der Ionenverteilung. Die durchgeführten Untersuchungen sollen nachprüfen, ob die jahreszeit]ich-oder sauerstoffdruckbedingten Unterschiede im ERG sich in der Ionenverteihmg widerspiegeln. Über einen Teil der Versuchsergebnisse wurde auf der 24. Tagung der Deutschen Physiologisehen Gesellschaft berichtet (Kffc~L]~~, N~vDwL, SC~UBE~T).

Methodik

Dunkeladaptierte Froschbulbi wurden bei Rotlicht präpariert und sorgfältig von allen anhaltenden )/[uskeL und Bindegewebsresten befreit, anschließend gewogen und in die submerse Versuchsanordnung (SmKEL, LIePMA~~1958) gebracht. Ein Auge diente jeweils als ,Vergleichsauge" unter 0ptimalbedingungen, d. h. die Badflüssigkeit (Ringer: NaC10,65 --KC10,02 --C~C1 0,02) wurde w~thrend der gesamten Versuchsdauer mit technischem S~uerstoff durchperlt. Das korrespondierende ,Versuchsauge" kam zunächst ebenfalls in Sauerstoffringer und zwar solange, bis die Grölte der b-Welle im ERG einen konstanten Wert erreicht hatte. Danach wurden die Versuehsbedingungen durch Umschalten auf Stickstoff-l~inger oder Ringer mit 10 atü Sauerstoff verändert. Zur Konstanterhaltung des umgebenden Milieus (Ausgleich des verbrauchten Sauerstoffes, Veränderung des Ionen-geh~ltes durch Austanschvorg~nge) erfolgte ~lle 1/2 Std eine Erneuerung der Badflüssigkeit. In Abst~nden von 10 min wurde durch einen konst~nten Lichtreiz ein Elektroretinogramm ausgelöst und mit einem Elektreneephalographen registriert.