Einfluß der Gaszusammensetzung auf die Verflüssigung von Chlor bei hohem Verflüssigungsgrad
✍ Scribed by Dr. H. Hagemann
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1967
- Tongue
- German
- Weight
- 359 KB
- Volume
- 39
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-286X
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✦ Synopsis
Es wird ein Verfahren diskutiert, bei dem das durch NaCl-Elektrolyse gewonnene C0,-haltige Chlor nach einer mehrstufigen Verflussigung vor Ablauf in die Lagerung in einem ,,Endkuhler" mit Rohgas gestrippt und das ausgetriebene CO, als Schutzgas im Verfliissigungssystem im Kreislauf gefahren wird. Der sich dabei ergebende hohere C0,-Gehalt in den Restgasphasen vermindert die Gefahr der Bildung eines zundfahigen H,/Cl,-Gemisches, und das aus dem Endkuhler ablaufende flussige Chlor weist nur noch geringe Restverunreinigungen auf. -Es wurden auBerdem die Wassergehalte der Chlorgas-und Flussigphasen in den einzelnen Verflussigungsstufen ermittelt und durch Einbau eines Molekularsieb-Hochdrucktrockners zwischen der ersten und zweiten Kondensationsstufe eine weitgehende Trocknung des Chlors erreicht.
Bei der mehrstufigen Totalverflussigung von elektrolytisch erzeugtem Chlor-Gas sind zwei wesentliche Punkte zu beachten:
1.) Die Anreicherung der Inertgase in der nicht-kondensierten Phase und die damit verbundene Gefahr der Bildung eines explosiven Chlor/Wasserstoff-Gemisches.
2. ) Die
Uberschreitung der Sattigungskonzentration fur Wasser im flussigen Chlor. J e nach Temperatur und Drudc scheidet sich Wasser oder Chlorhydrat als selbstandige Phase im verflussigten Chlor ab. Anreicherung der Inertgase Chlor und Wasserstoff bilden explosive Gasgemische, wobei man fur reine Gemische mit einem unteren Grenzwert fur Wasserstoff von etwa 5O/o rechnetl-'1. Die Zundfahigkeit eines solchen H,/Cl,-Gemisches wird bei Anwesenheit von Inertgasen, wie Luft, N, und vor allem CO,, nach wesentlich hoheren HI-Werten verschoben, vgl. Abb. 1. In der Praxis bedient man sich dieser schutzenden Wirkung der Inertgase, indem man z.B. einem aus der Elektrolyse mit zu hohem H,-Gehalt austretenden Chlor-Gas vor der Verflussigung entsprechende Mengen Luft zudosiert. Dadurch wird wahrend der Verflussigung in Kuhlern herkommlicher Bauart der H,-Gehalt im Restgas entsprechend niedrig, d. h. unter 5"0 gehalten. AuRerdem enthalt jedes durch Kobsalz-Elektrolyse gewonnene Chlor-Gas etwa 0,5 bis 1,5 V ~l . -~' a CO,, das bei gewohnlichen Verflussigungstemperaturen in
voi-TTTRTl 80 60 90 Partialdruck COz Abb. 2 . Abhangigkeit der Loslichkeit des CO, in fliissigein Chlor vom C0,-Partialdruck bei verschiedenen Temperaturen'). ?&90 80 70 60 50 LO 30 20 10 0 ' m Abb. 1. Explosionsgrenzen des Dreistoffsystems Cl,/H,/Luft Cl,/H,lLuft-Gemische, ---C1,lHp/Luft-Gemische mit 10°/o C0,-Anteil. der Hauptsache in die Restgasphase ubergeht und hier noch giinstiger als Luft explosionshemmend wirkt. Bei Verfliissigungstemperaturen < 0 "C ist jedoch diese schiitzende Wirkung infolge stark zunehmender Los- lichkeit von CO, in flussigem Chlor nicht mehr in dem MaBe gegeben, s. Abb. 2. Im folgenden wird die Wirkung eines Verfahrens aufgezeigt, bei dem das C0,-haltige, flussige Chlor in einem ,,E n d k ii h 1 e r" 6, vor Ablauf in die Lagerung *) Vortrag vor der GDCh-Fahgruppe .Angewandte Elektrochemie", 13. und 14. Oktober 1966 in Leverkusen.
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