𝔖 Bobbio Scriptorium
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Eine Untersuchung der sauren Bestandteile von Digitalis purpurea L

✍ Scribed by P. Karrer; E. Matter


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1948
Tongue
German
Weight
227 KB
Volume
31
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Vor einiger Zeit wurde eine Untersuchung der sauren Bestandteile von Papaver somniferum L. vorgenommenl), die zur Auffindung von ca. 20 Sauren fuhrte, von denen mehrere zum erstenmal in der Natur festgestellt worden sind. Dieses Ergebnis veranlasste uns, eine zweite Planze, Digitalis purpurea, mit derselben Grundlichkeit auf die in ihr enthaltenen sauren Verbindungen zu untersuchen. Das Ausgangsmaterial wurde uns von der Chemischen Fabrik P. Boff-man%-La Roche & Go. A.-G. in Base1 zur Verfugung gestellt, wofiir wir auch an dieser Stelle unseren besten Dank aussprechen. Das Ergebnis dieser Arbeit ist zwar weniger interessant als dasjenige, das bei der Untersuchung von Papaver somniferum s. 8. erzielt werden konnte, indem sich unter den identifizierten Substanzen nur Sauren finden liessen, die man schon fruher als Bestandteile von Pflanzen festgestellt hatte. Trotzdem sol1 uber das Resultat kurz berichtet werden, da seine Gegenuberstellung zu den Erfahrungen bei Papaver somniferum L. lehrt, wie verschiedenartig die Saurefraktionen verschiedener Pflanzen aufgebaut sind.

Friihere Bearbeiter hatten in Digitalis-Pflanzen schon folgende Siluren festgestellt : Bernsteinsaure2), Isovalerian~iliure~), n-B~ttersaure~), Essigslure3), Amei~ensaure~) und Kaffees&ure*).

Das uns zur Verfiigung stehende Ausgangsmaterial, ein Gemisch von Ammomalzen von Sluren, war in folgender Weise bereitet worden : Das getrocknete Pflanzenmaterial (Digitalis purpurea) hatte man mit Ather erschopfend extrahiert, die extrahierten Stoffe an Tierkohle adsorbiert, aus dem Adsorbat durch Wasser eluiert und diese Losung mit Ammoniak neutralisiert. Durch Eindampfen dieser wlsserigen Fliissigkeit wurde das Gemisch der Ammonsalze (l,25 kg) erhalten.

Der Trennungs-und Aufarbeitungsgang, den wir benutzten, geht BUS dem nebenstehenden Schema hervor. 1. Die wasserige Losung der Ammonsalze wurde zunachst im Sozhlet-Apparat mit Ather extrahiert. Dieser Atherextrakt enthielt neutrale Verbindungen, Phenole und Sauren. Durch Ausschutteln mit Natriumhydrogencarbonatlosung und Sodalosung trennte man l) H.


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