Eine theoretische Betrachtung zur Capillarpermeabilität
✍ Scribed by Dietrich Winne
- Publisher
- Springer
- Year
- 1963
- Tongue
- English
- Weight
- 614 KB
- Volume
- 278
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Um die Durehl&ssigkcit der Wand der Blutcapillaren, die Capillar~ permeabilit~t, quantitativ zu untersuchen, benötigt man ein Mal~ für diese Eigenschaft der Capil]arwand. Im folgenden wird ein solches Maß aus den Transportgleichungen für Wasser und gelöste Substanzen abgeleitet. Es sind der Capillarpermeabilit£tskoeffizient für gelöste Substanzen und die Ffltrationskonstante für Wasser. Diese beiden Maße, die erapirisch als Proportiona]it~tsfaktoren zu erhalten sind, bestehen aus einer l~eihe von Gliedern. Diese können theoretisch aus der allgemeinen Diffusionsgleichung und der Itagen-Poiseuilleschen Gleichung für die hydrodynamische Strömung hergeleitet werden, wie an anderer Stelle ausführlich gezeigt wurde (W~~E 1962). Änderungen und Unterschiede der Capillarpermeabilit~t, wie sie die einzelnen GHeder der beiden Durehl£ssigkeitsmaße erzeugen, werden mit ihrer Auswirkung auf die Ffltrationskonstante und den Capillarpermeabilit~tskoeffizienten erläutert.
Der Substanztransport durch die Capillarwand
Um ein Maß für die Capillarpermeabilit£t abzuleiten, muß man sich mit dem Mechanismus des Substanztransportes durch die Capil]arwand beschäftigen. Auf Grund ihrer Versuche kamen PAr~~N~~I~~~ u. Mitarb. (1957), PA]~P]~~m~~~~ (1953), I~ENKr~ u. PAPr]~NH~IM]~~ (1957) und ~WNKIN (1963) zU der Ansicht, dal~ die Capillarwand sich gegenüber Wasser und wasserlöslichen Substanzen wie eine Porenmembran ver-h~lt. Diese Substanzen gelangen mittels Diffusion und hydrodynamischer Strömung durch die Wand. Lipoidlösliehe Stoffe dagegen diffundieren wegen ihrer guten Fettlösliehkeit durch die,,Membransubstanz" Zellwand (R~~K~ 1952, 1953). Für diese Stoffe ist die Capillarwand eine Lösliehkeitsmembran. Diese Ansicht ist nicht unwidersproehen geblieben. C m ~~» u. Mitarb. (1955) sind der Auffassung, daß der Stofftransport allein durch Diffusion erkl£rt werden kann und lehnen somit die ,Porentheorie" ab. Nach ihrer Meinung ist die Capillarwand funktionell eine reine Löslichkeitsmembran. Von morphologischer Seite konnte bisher keine Klärung erreicht werden (FLoR~v 1962; Klscg 1957; Moo~]~ u. Rus~:A 1957; PALA»w 1953). Die experimentellen Befunde funktioneller Untersuchungen lassen sich aber am besten mit der Annahme einer Porenmembran erk]£ren (W~~~ 1962) (siehe unten).
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