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Eine neue Markierungstechnik für die kombinatorische Chemie nach der „Misch-und-Sortier”-Methode

✍ Scribed by Joseph W. Guiles; Carolina L. Lanter; Ralph A. Rivero


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1998
Tongue
English
Weight
240 KB
Volume
110
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Die Festphasensynthese (solid phase synthesis, SPS) ist ein wesentlicher Bestandteil der Verfahren der kombinatorischen Chemie, die weltweit von akademischen und industriellen Institutionen hervorgebracht werden. [1] Die Ausweitung der Festphasenpeptidsynthese [2] auf die Herstellung kleiner wirkstoffähnlicher Moleküle ist ein Bereich mit intensiver Forschung. [3] Die SPS zeichnet sich durch eine schnelle Durchführbarkeit, Proben hoher Reinheit und Möglichkeiten zur Automatisierung aus. Diese Eigenschaften werden genutzt, um Bibliotheken von Einzelsubstanzen oder von Substanzgemischen herzustellen. Gegenwärtig bestehen groûe Unterschiede im Einsatz von Einzelsubstanzen und Substanzgemischen in der kombinatorischen Chemie, wie Berk und Chapman kürzlich zeigten. [4] Entscheidend ist dabei, wie sich Synthese-und Screeningdauer auf die Geschwindigkeit auswirken, mit der Informationen erhalten werden können (z. B. um Struktur/Aktivitäts-Beziehungen zu entwickeln). Bis jetzt bestimmen diese Faktoren, in welchem Schritt der Wirkstoffentwicklung welcher der beiden Wege angewendet wird.

Tabelle 1 zeigt einen Vergleich der Geschwindigkeitsmerkmale von kombinatorischen Methoden und die Anwendungen dieser Methoden in der Wirkstoffentwicklung. Da mit der Parallelsynthese ausreichende Probenmengen (z. B. b 10 mg) in verläûlicher Reinheit erhalten werden können, ist sie die Methode der Wahl, um Leitstrukturen zu optimieren. Durch kürzlich erreichte Verbesserungen in der Automatisierung wurde sie zu einem durchsatzstärkeren (Higher-throughput-) Verfahren. Der Zeitaufwand für die vielfachen Pipettierschritte, die normalerweise manuell durchgeführt werden, wurde dabei reduziert. Da jedoch die Leistungsfähigkeit dieser Methode durch die Gröûe der parallelen Arbeitsplatte beschränkt ist, konnten nur geringfügige Durchsatzsteigerungen realisiert werden. Durch die ¹Misch-und-Splitª-Methode mit chemischer Codierung können dagegen bei mittlerer Auswertungsgeschwindigkeit umfangreiche Bibliotheken in kurzer Zeit synthetisiert werden. [5] Bei einer weiteren Technik mit chemischer Codierung sind Farbstoffe kovalent mit den Stichwörter: Alkene ´Copolymerisationen ´Homogene Katalyse ´Polymere ´Sandwichkomplexe