Eine neue biologische Methode zur Wertbestimmung von Insektizida. II. Biologische und chemische Wertbestimmung galenischer Zubereitungen der Semen Sabadillae
✍ Scribed by Robert Jaretzky; Heinz Janecke
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1940
- Tongue
- English
- Weight
- 588 KB
- Volume
- 278
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
Eine neue biologische Methode zur Wertbcstimmung von Insektizida. 11. Biologische und chemische Wertbestimmung galenischer Zubereitungen der Semen Sabadillae. (Aus dem Pharmakognostischen Institut der T. H. Braunschweig.) Eingegangen am 10. Januar 1940. Die reifen Samen von SchoenocauIon officinale Asa Gray, die Semen Sabadillae des DAB. VI, finden auch heute noch eine vielseitige und ausgedehnte arzneiliche Verwendung. Der aus den Samen hergestellte Acetum Sabadillae wird äuBerlich zur Vernichtung von Liiusen und ihrer Brut gebraucht, die Tinctura Sabadillae wird gelegentlich äuBcrlich bei Neuralgien angewandt und homöopathische Zubereitungen werden bei Heuschnupfen, bei Kitzelreiz und andauerndem Husten, bei Schleimhautreizund und nervijsem Leiden wie Hysterie, Hypochondrie, Migräne, Krämpfen, fahmungscrscheinungen usw. verordnet. Ein groBer Teil d e r alljährlich eingeführten Drogenmenge dient zur Gewinnung des Veratrins, das in Form einer Salbe oder in Alkohol bzw. Chloroform gelöst äuBerlich bei Neuralgien, besonders Trigeminusneuralgien, bei Ischias, rheumatischen Schmerzen, Lähmungen usw. angewandt wird. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, daB das Veratrin des Handels und der Apotheken ein Gemisch zweier isomerer Basen ist, des kristallinen Cedavin (auch kristallisiertes Veratrin genannt) und des amorphen Veratridin (auch amorphes Veratrin genannt). Beide Alkaloide sinmd Alkaminester. Cevadin zerfällt bei der Verseifung mit alkoholischer Kalilauge in das Alkamin Cevin und Tiglinsäure (nach anderen Angaben auch in Cevin, Tiglinsäure und Angelikasäure), Veratridin dagegen in das Alkamin Cevin und Veratrumsäure. Das Cevadin ist sehr giftig und wirkt lokal reizend. 0.001 g einem Frosch eingespritzt eneugt Lähmung, wobei die Rcflexe volikommen erhalten bleiben. Das scheinbar gelähmte Bein wird bei Reizung krampfhaft gestreckt, eine Erscheinung. die wir auch bei Ameisen beobachten konnten. Das Akamin Cevin ist weit weniger giftig; erst Dosen von 0.05 g vcrmögen bei Kaltblütern Iähmend zu wirken. Aufier den be6den soeben besprochenen Alkaloiden enthält die Droge auch noch einige Nebenalkaloide. C o u e r b e isolierte 1834 das Sabadillin, welches sich als der Ester des Alkamins Cevillin und der Tiglinsäure erwies. Das von W r i g h t 'und L u f f (1878) gefundene Cevadillin dürfte mit dem Sabadillin identsich sein. M e r c k (1980/91) führt als weitere Alkaloide das Sabadin und das Sabadinin auf. . . +i . /f , , , '., , E i g. 1. Phcnylosazon des Scduin-acre-Zuckers aus 30%iigcin Alkohol umkristallisiert. kltwa 14hnai vergröfiert. E i 8. 11 Etwa 80inal vergriil3crt. Bcnzelderivat des Seduin-acrc-%uckers aus Azetlinhydrid unikristallisicrt.
F i g . 111. Orcin-Eiseiichlorid-l'robe nach B i a i. Arabinose links. Sedum-acre-Zucker rechts.
F i g. IV. Sedoheptose links. Seduni-acre-Zucker rechts. Kesorzinrcaktion nach K o 5 e n t h a 1 e r.
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