Eine mit Glaselektroden ausgerüstete Strömungsapparatur (Über die Aciditätskonstante der wahren Kohlensäure und deren Dehydratationsgeschwindigkeit)
✍ Scribed by Jürg Meier; G. Schwarzenbach
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1957
- Tongue
- German
- Weight
- 677 KB
- Volume
- 40
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Eine mit Glaselektroden ausgerustete Stromungsapparatur (uber die Aciditatskonstante der wahren Kohlensaure und deren Dehydratationsgeschwindigkeit) von Jiirg Meier und G. Schwarzenbach. (12. IV. 57.) I. P r i n z i p . I n den zwanziger Jahren wurde von H . Hartridge d3 F. J . W . Roughtoal) erstmals eine Stromungsapparatur zur Untersuchung der Kinetik rascher Reaktionen beschrieben. Die Losungen der Reaktionsteilnehmer fliessen dabei kontinuierlich in eine Mischkammer, und die dort entstehende Reaktionsmischung hat dann in jedem Punkt des aus der Kammer fuhrenden Ableitungsrohres ein definiertes, von der Stromungsgeschwindigkeit abhangendes Alter. Irgendwelche Grossen, die iiber den Reaktionsablauf Auskunft geben, werden an solchen Punkten am stromenden Gemisch stationar gemessen. Als Messgrossen dienten bisher die Temperatur2), die spez. Leitfahigkeitz), das Potential einer Metallelektr~de~) und besonders oft die optisch ermittelte Konzentration eines Reakti~nsteilnehmers~), z. B. auch der Wasserstoffionen mit Hilfe eines der Losung zugesetzten Saure-Basen-Indikators4).
Noch nie wurde eine derartige Apparatur zur pH-Messung an stromenden Gemischen mit Glaselektroden au~gerustet~). Man stosst dabei auf die Schwierigkeit der Fixierung des Zeitpunktes, an dem die pH-Messung ausgefuhrt wird. Eine Glaselektrode kann ja nicht punktformig ausgebildet werden, so dass die Elektrodenkammer stets ein betrachtliches Volumen aufweist, entsprechend einer MeIjstelle wesentlicher raumlicher Ausdehnung. Damit diese trotzdem einem kleinen Beitintervall entspricht, ist es notwendig, grosse Stromungsgeschwindigkeiten zu wahlen, was wiederum grosse Losungsvolumina bedingt5).
Weiter war abzuklaren, ob iiberhaupt pH-Messungen an schnell stromenden Flussigkeiten mit Glaselektroden vorgenommen werden konnen oder ob die dabei auftretenden Stromungspotentiale storen.